Schulprogramm
Inhalt
2.1 Förderschwerpunkt Geistige Entwicklung
3. Rahmenbedingungen
3.1.1.1 Individuelle Förderplanung
3.1.4.1 Arbeitsgruppe Konflikte
3.4 Kooperation mit außerschulischen Institutionen
4.1 Didaktisch-methodische Grundsätze
4.1.1 Arbeit in Projekten und Vorhaben
4.1.2 Klassen- und schulübergreifende Kooperation
4.1.3 Außerschulische Lernorte
4.2 Stufenkonzepte
4.2.1 Vor- und Unterstufe
4.2.2 Mittelstufe
4.2.3 Oberstufe
4.2.4 Berufspraxisstufe
4.3.1 Lernbereich Sprache/ Kommunikation
4.3.2 Unterstützte Kommunikation
4.3.4 Lernbereich Verkehrserziehung
4.3.6 Lernbereich Hauswirtschaftslehre
4.3.7 Lernbereich Kunst / Ästhetik
4.3.8 Lernbereich Textilgestaltung
4.3.9.1 Chor / Gemeinsames Singen
4.3.12 Lernbereich Sexualerziehung
4.4.1 Freizeiterziehung Vor- und Unterstufe
4.4.2 Freizeiterziehung Mittelstufe
4.4.3 Freizeiterziehung Ober- und Berufspraxisstufe
5. Spezielle Angebote unserer Schule
5.1 Schulleben in Bewegung (Spiel und Sport)
5.2 Theaterarbeit und Bühnenbau
5.5 Einsatz neuer Technologien
5.7 Umwelterziehung - Gartencafé
Mehr als 30 Jahre existiert die Schulform Förderschule mit dem Schwerpunkt Geistige Entwicklung – bis Sommer 2005 Schule für Geistig Behinderte - in NRW, in anderen Bundesländern trägt sie einen anderen Namen, Schule für Praktisch Bildbare, Förderschule etc. Wie man das Kind der Bildungspolitiker aus den Jahren 1970-1980 auch nennt, so ist doch zentrales Merkmal aller Bezeichnungen das Wort Geistig Behindert. Nicht umsonst legt man Wert auf diese Bezeichnung, waren doch Menschen mit geistiger Behinderung lange Zeit von schulischer Bildung ausgeschlossen und in Tagesbildungsstätten betreut.
Eltern, Erzieherinnen in den Tagesbildungsstätten und Lehrer der damaligen Hilfsschulen setzten sich vehement dafür ein, dass künftig kein Kind mehr ohne schulische Bildung aufwachsen solle und erreichten dieses Ziel schließlich mit der Aufnahme der schwerstbehinderten Kinder ab 1978 in die Schule.
Parallel hierzu entwickelte sich ein differenziertes Ausbildungssystem an den Universitäten und den früheren Pädagogischen Hochschulen. Die Sonderpädagogik hatte sich etabliert und strebte von nun an die wissenschaftliche Betreuung und Begleitung der entstandenen Sonderschulen an.
In den Richtlinien der Schule für Geistigbehinderte von 1980 entwickelten sich bis dahin eine neue Dimensionen pädagogischen Denkens: Selbstverwirklichung in sozialer Integration hieß es als globale Zielsetzung. Gemeint war damit die Begleitung und Förderung des geistigbehinderten Kindes und Jugendlichen auf dem individuellen Lebensweg.
Insbesondere die Integration der Menschen mit geistiger Behinderung in unsere Gesellschaft wurde in den letzten Jahren intensiv diskutiert und auch im schulischen Bereich umgesetzt. In so genannten Versuchsschulen wurde der Gemeinsame Unterricht behinderter und nichtbehinderter Schülerinnen und Schüler erprobt. Deutlich wurde bislang, dass die Bedingungen und Voraussetzungen zum Teil erhebliche Erschwernisse in dieser Form der Integration darstellen.
Gleichermaßen durch die Integrationsdiskussion angeregt, fand allerdings auch an den Sonderschulen ein Prozess statt, der die eigene Arbeit reflektierte und in einen neuen Zusammenhang stellte.
Im Rahmen von Qualitätsentwicklung und -sicherung hat die Diskussion um die erweiterte Gestaltungsfreiheit und Selbstverantwortung der Schule eine fruchtbare Diskussion ausgelöst.
Schule wird sich und ihre Arbeit zukünftig darstellen und beurteilen müssen. Schule muss sich und anderen ihr mögliches Selbstverständnis erklären und Veränderungen und Verbesserungen aufzeigen, ja, in Wettbewerb mit anderen Schulen treten.
Das bildungspolitische Ziel, die Selbständigkeit der Schulen durch eine Erweiterung der Gestaltungsräume der Selbstverantwortung und der Partizipation zu stärken, ist vor allem pädagogisch begründet und zielt auf die innere Entwicklung jeder einzelnen Schule als ‚Haus des Lernens‘ ab. Durch Unterricht und Erziehung in selbständigeren Schulen sollen junge Menschen verstärkt Lernkompetenzen als Grundlage lebenslangen Lernens gewinnen und auf ihrem Weg zu mündigen Bürgerinnen und Bürgern gefördert werden.
Letztlich sind Schulprogramm und Schulkonzeption aus dem Bedürfnis heraus zu verstehen, das zu dokumentieren, was eine individuelle Schule ausmacht und ihre besonderen Bedingungen und besonderen Grundsätze darzustellen.
Dabei handelt es sich um keinen statischen Prozess, vielmehr sollten Schulprogramm und -konzeption immer wieder im Hinblick auf ihre Gültigkeit überprüft und gegebenenfalls aktualisiert werden.
Gerade in der Phase des Aufbaus muss ein Schulprogramm fortgeschrieben werden. Die Arbeit am Schulprogramm bietet die Möglichkeit, sich wieder auf eigene Grundsätze und Ansprüche zu besinnen, neu zu formulieren, Wünsche und Visionen zu manifestieren und auf Realisierung zu überprüfen und somit zur eigenen Selbstzufriedenheit der Arbeit beizutragen.
Die Möglichkeit regelmäßiger kollegiumsinterner Fortbildungen zu organisatorischen Problemen wie auch die Diskussion pädagogischer Fragestellungen trägt zum „Leben‘ und der „Weiterentwicklung“ einer Schule bei und bietet zugleich Möglichkeiten der eigenen Psychohygiene und weiterer Transparenz schulischer Arbeit.
Das „dialogische Prinzip“ soll Handlungsmaxime im Umgang mit unseren Schülern, ihren Erziehungsberechtigten, aber auch im Umgang miteinander sowie im Umgang zwischen Schulleitung und Kollegium sein.
1. Leitbild
Die Kinder und Jugendlichen, die unsere Schule besuchen, zeigen unterschiedliche Erscheinungsbilder in den verschiedensten Entwicklungsstufen.
Wir legen in unserer Arbeit den Schwerpunkt auf eine individuelle Förderung der Schüler und Schülerinnen mit dem Ziel größtmöglicher Selbständigkeit in sozialer Integration.
Durch demokratische Strukturen, engagierten Lehrern und Lehrerinnen, Mitarbeitern und Mitarbeiterinnen, Eltern und durch Einbeziehung der Schüler und Schülerinnen entsteht ein Schulklima, welches es dem Einzelnen ermöglicht sich mit unserer Schule und deren Arbeit zu identifizieren. Somit stellen wir einen „besonderen“ Ort des Lernen und Lebens zum Wohle unserer Schülerschaft her.
Dies geschieht durch Teamarbeit in den Klassen, durch klassen- und stufenübergreifende Zusammenarbeit als auch in der Projektarbeit. Durch offene Arbeitsformen findet ein hohes Maß an Information und Austausch statt.
Pädagogische Absprachen sowie individuelle Förderpläne nach den Lernvoraussetzungen des einzelnen Schülers sichern die Bildungs- und Erziehungskonzepte.
Neue Ideen werden von uns aufgegriffen und weiterentwickelt, Fortbildungen für LehrerInnen und Eltern wahrgenommen und neue Technologien auch in unseren Schulalltag integriert.
Unsere Schule legt großen Wert auf die Mitarbeit der Eltern. Durch ihre Einbeziehung ist es möglich, Erziehungsziele für unsere Schüler langfristig zu erreichen. Durch Einsichtnahme und Austausch bei pädagogischen Zielsetzungen, durch aktive Mitarbeit in den Schul- und Klassengremien sowie bei Unterrichtsprojekten soll die Elternschaft mit unserer Schule verbunden sein und so zu einem günstigen Schulklima beitragen.
Unsere Schulleitung unterstützt in kollegialer Partnerschaft die pädagogische Arbeit der LehrerInnen. Sie ermöglicht in Absprache die Schaffung eines Raumes für innovative Ideen und deren Umsetzung im Schulalltag. Sie berät bei kollegialen und pädagogischen Problemen.
Unsere Schule betreibt Öffentlichkeitsarbeit im umliegenden Bezirk und in der Stadt Düsseldorf mit benachbarten Institutionen und städtischen Gremien. Wir suchen den Kontakt zu Fachleuten, Bürger und Bürgerinnen und Politikern. Wir wollen Akzeptanz wecken für unsere Schülerschaft, für ihre Fähigkeiten und ihre Lebenssituation um ihre Eingliederung in die Gesellschaft zu erleichtern.
Durch offene Kommunikation auf der Basis gegenseitigen Vertrauens nehmen wir eine kritische Bewertung unserer Arbeit in Gesamt-, Stufen- und Klassenkonferenzen und auf Elternabenden bezüglich der Struktur, der Prozess- und Erlebnisqualität vor. Wir legen großen Wert auf eine langfristig orientierte pädagogische Weiterentwicklung der schulischen Arbeit.
2. Organisation
2.1 Förderschwerpunkt Geistige Entwicklung
Wer in seiner geistigen Entwicklung beeinträchtigt ist
- braucht zum Lernen individuelle Förderung in den Bereichen Kommunikation, Sprache, Motorik, Wahrnehmung und Sozialverhalten.
- braucht Hilfe bei der Bewältigung der alltäglichen Selbstversorgung.
- braucht Hilfen zur weitgehend selbständigen Lebensführung.
- braucht Hilfe bei der Orientierung in seiner Umwelt.
- braucht Hilfen zum Aufbau seines Selbstvertrauens.
- braucht Hilfen, das Gelernte so zu festigen, dass es auch nach Ablauf der Schulzeit angewendet werden kann.
- braucht voraussichtlich lebenslange begleitende Unterstützung.
Ziel der Förderung in der Förderschule Geistige Entwicklung ist die Selbstverwirklichung in sozialer Integration.
- Die Förderschule Geistige Entwicklung wird als Ganztagsschule geführt. Es besteht eine 11 jährige Schulpflicht, die notfalls bis zum 25. Lebensjahr verlängert werden kann.
- Die individuellen Lernvoraussetzungen der Schülerschaft bestimmen die Gestaltung des Unterrichts, individuelle Lernziele bestimmen den Inhalt des Unterrichts.
- Wichtige Ziele sind der Aufbau einer guten Arbeitshaltung, von Konzentration und Ausdauer.
- Die Förderung lebenspraktischer Fähigkeiten und Fertigkeiten reicht vom Toilettentraining bis zum selbständigen Einkauf in Geschäften der Umgebung.
- Je nach Lernvoraussetzungen werden Lesen, Schreiben, Rechnen und der Umgang mit dem Computer in unterschiedlichen Unterrichtsformen und Alltagssituationen vermittelt.
- Gebärden, elektronischen Hilfsmitteln, Bilder und Piktogramme helfen nichtsprechenden Schülerinnen und Schülern bei der Teilhabe am Unterricht und zum Aufbau einer Kommunikation untereinander.
- Angebote in den Bereichen Psychomotorik, Sport und Schwimmen helfen, Beweglichkeit und weitere motorische Fähigkeiten zu fördern.
- Spielförderung und Freizeitbeschäftigungen erweitern das Förderangebot der Schulform.
- Vorbereitung auf das Berufsleben wird durch Werkunterricht, Hauswirtschaft und Gartenarbeit sowie durch Praktika in der Werkstatt für angepasste Arbeit ermöglicht.
2.2 Allgemeines
Schulträger der Theodor-Andresen-Schule, Förderschule Geistige Entwicklung ist die Stadt Düsseldorf. Sie ist eine von drei Förderschulen mit dem Schwerpunkt Geistige Entwicklung in Düsseldorf.
Alle 3 Schulen können aus baulichen Gründen keine zusätzlich körperlich beeinträchtigten Kinder aufnehmen. Diese Kinder werden in der Förderschule Körperliche und motorische Entwicklung gefördert.
Die Theodor-Andresen-Schule ist die Zwillingsschule der Franz-Marc-Schule. Unsere Einzugsgebiete sind die östlichen Stadtteile von der Haupt- Bahnstrecke Duisburg- Köln bis zur Stadtgrenze, im Süden begrenzt durch den Südlichen Zubringer.
Unsere Schule liegt im Grünen, inmitten mehrerer Kleingartensiedlungen, hat aber durch die Buslinien 725, 730 und 737 gute Verkehrsanbindung. Dadurch konnten ca. 20 Ober- und Berufspraxisstufenschülerinnen und -schüler durch Training in die Lage versetzt werden, selbständig mit dem Bus zur Schule zu fahren.
Auch gemeinsame Fahrten zu außerschulischen Unterrichtsorten werden durch die guten Verkehrsanbindungen begünstigt. Durch die Dreherstraße und den Ortskern von Gerresheim ist weiterhin eine breite Palette an Einkaufsmöglichkeiten zum Üben gegeben.
Die Beziehungen zu den Vereinen, Kirchen, Geschäften und benachbarten Institutionen im Stadtteil werden intensiv gepflegt.
Räumlichkeiten
Die Schule verfügt über ein 2 bis 3-geschossiges Gebäude mit zurzeit 11 Klassenräumen mit jeweils kleinen Nebenräumen und einer Küche pro Klassentrakt. Ein Musikraum, ein Textilgestaltungsraum, ein Computerraum, 2 Psychomotorikräume, 2 Werkräume, ein Freizeitraum kommen hinzu. Es gibt weiterhin einen Speiseraum / Versammlungsraum mit Bühne und eine gemeinsam mit Schule II genutzte Holzwerkstatt, einen Airtrampraum, Turnhalle sowie Lehrschwimmbecken. Zunehmend werden aufgrund guter Zusammenarbeit Einrichtungen und Räumlichkeiten schulübergreifend genutzt.
Die Außenanlagen werden ständig durch kleinere eigene Projekte oder Projekte mit Sponsoren den Bedürfnissen der sich wandelnden Schülerschaft angepasst. Dies geschieht ebenfalls immer häufiger in Kooperation mit der Schule II (z.B. Bau eines Ballkäfigs). Der Schulgarten, der Innenhof, ein Fahrradparcour mit vielen verschiedenen Fahrzeugen, eine große Wiese mit Fußballtoren, eine Basketballanlage, ein Grillplatz, ein Gartencafé, eine Spiellandschaft, mehrere Sitzplätze bieten unterschiedlichste pädagogische Anreize.
Unterrichtszeiten
Unterrichtszeiten sind Montag bis Donnerstag von 8.00 Uhr bis 15.00 Uhr und Freitag von 8.00 Uhr bis 12.00 Uhr. Die Klassenteams erstellen einen Stundenplan, der die individuellen Bedürfnisse der Schüler berücksichtigt. Die Eltern erhalten einen individuellen Stundenplan für ihr Kind mit konkreten Bezeichnungen der Inhalte sowie der Zeiträume.
2.3 Unsere Schule
In unserer Schule in Gerresheim werden zur Zeit 117 Mädchen und Jungen mit einer geistigen Behinderung im Alter zwischen 6 Jahren und maximal 22 Jahren gefördert.
Die Schülerinnen und Schüler werden mit Bussen und Taxen von ihren Wohnungen in verschiedenen Stadtteilen aus morgens zur Schule gebracht und nachmittags wieder nach Hause gefahren. Freitags endet der Unterricht bereits mittags.
Wie alle Förderschulen Geistige Entwicklung in Nordrhein-Westfalen streben wir als Ziel für unsere Kinder, Jugendlichen und jungen Erwachsenen die Leitidee Selbstverwirklichung in sozialer Integration an.
Unsere Schule ist nicht nur ein Lernort sondern stellt in besonderem Maße immer auch einen Lebensraum dar. Die Ganztagsform und der überwiegend ganzheitliche Ansatz unserer Schule unterstreichen dies zusätzlich.
„Leben lernen“ und „Lernen lernen“ sind Konzeption und Zielsetzung und sollen möglichst erlebnis- und handlungsorientiert in Erfahrungs-, Lern- und Arbeitsprozessen umgesetzt werden. Entsprechend gestaltet ist die Struktur dieser Schule mit ihren Lern-, Arbeits- und Erlebnisbereichen.
Dazu sind natürlich Klassenräume mit Nebenräumen für das Lernen von jeweils 8 -12 Schülerinnen und Schülern vorhanden. Sie sind aber auch mit einer Spüle und einem Geschirrschrank für die Frühstücksvorbereitung ausgestattet.
Hinzu kommen die bekannten Unterrichtsräume für Musik, Werken, Hauswirtschaft, Textiles Gestalten, Turnen sowie eine Holz- und Metallwerkstatt und ein Lehrschwimmbecken.
Ungewöhnlicher für eine Schule sind dann schon das Theater, der Freizeitbereich mit Kicker, Flipper und Billardtisch, die Fahrradwerkstatt, der Psychomotorikraum für die schwerer behinderten Schülerinnen und Schüler, das allseits beliebte Hüpfkissen, die verschiedenen Fahrräder, Tischtennisplatten, die Gartenbeete, der Zierpflanzen-Innenhof und unsere Außenanlagen mit einem Gartencafé, welches in Eigenarbeit restauriert wurde.
Die bewusst „praktisch-bildend“ ausgerichtete Pädagogik unserer Schule erfordert entsprechende Lernmaterialien, die es oft nicht fertig zu kaufen gibt, die die Lehrer selbst herstellen oder sammeln. Spiele und Modelle zum Erfahren von Zusammenhängen, Realmedien aus dem Alltags- und Berufsleben und alles oben Genannte sind Hilfsmittel, um die Welt für unsere Schülerinnen und Schüler durch konkretes „Be- greifen“ „begreifbar“ zu machen.
2.4 Der Alltag in der Schule
Die Schülerinnen und Schüler werden in der Regel von einem Busunternehmen im Schülerspezialverkehr gefahren, der von der Stadt Düsseldorf organisiert und finanziert wird. Die Eltern verpflichten sich nach Absprache, ihr Kind am jeweiligen Sammelplatz zur angegebenen Uhrzeit zum Bus zu bringen und es von dort nachmittags abzuholen. In jedem Bus fährt eine Begleitperson mit. Die Fahrzeit eines Schülers soll pro Fahrweg 60 Minuten nicht überschreiten.
Schüler können je nach Leistungsvermögen auch zu Fuß oder mit öffentlichen Verkehrsmitteln den Schulweg bewältigen. Das Radfahren im Straßenverkehr ist ausgeschlossen.
In der Schule dürfen in der Regel nur oral verabreichte Medikamente gegeben werden. Per Verordnung bescheinigt der behandelnde Arzt die Notwendigkeit und die Dosierung des Medikaments. Dies gilt auch für die Anwendung von Notfallmedikamenten durch Lehrer. Für andere Fälle sollte die Unterstützung durch einen Pflegedienst beantragt werden.
An Klassenfahrten nehmen Lehrer und Schüler in der Regel einmal im Jahr teil. Für die Schülerinnen und Schüler besteht eine Teilnahmeverpflichtung, da es sich um eine Schulveranstaltung handelt. Die Klassenpflegschaft bespricht die geplante Fahrt und legt den finanziellen Rahmen fest.
Teilnahmeverpflichtung besteht auch für Schulveranstaltungen außerhalb der Unterrichtszeit.
Geistigbehinderte Schülerinnen und Schüler benötigen ein spezifisches Maß an Aufsicht und Betreuung während des ganzen Schultages. Diese kann nicht delegiert werden sondern ist immer unmittelbar selbst durch eine Lehrerin oder einen Lehrer wahrzunehmen. Die Aufsicht im Schwimmunterricht ist im Schwimmerlass geregelt.
Für alle Schülerinnen und Schüler besteht Unfallversicherungsschutz durch die Gemeindeunfallversicherung. Über Unfälle auf dem Schulweg und in der Schule müssen Schulleitung und behandelnder Arzt informiert werden.
In der ersten Klassenpflegschaftssitzung im Schuljahr wird von den Eltern ein Elternbeitrag zu den Lehr- und Lernmitteln zurzeit in Höhe von ca. 18 € eingesammelt. Das Geld dient der Anschaffung von Verbrauchsmaterial und wird von der/dem Klassenpflegschaftsvorsitzenden verwaltet.
Die Schülerinnen und Schüler nehmen in der Regel an einem warmen Mittagessen teil, das von der Werkstatt für angepasste Arbeit geliefert wird. Die Eltern geben eine Einzugsermächtigung, damit die Stadtkasse das Essengeld einziehen kann. Unter bestimmten Umständen können sie von der Zahlung befreit werden.
Die Lebenspraktische Unterweisung ist ein wichtiger Bestandteil der Erziehung und Bildung in der Schule für Geistigbehinderte im Ganztagsbetrieb. Sauberkeitserziehung, selbständige Nahrungsaufnahme und Essenszubereitung sowie An- und Ausziehen von Kleidungsstücken sind feste Bestandteile des unterrichtlichen Handelns und sollen von den Schülerinnen und Schülern allein bzw. unter Anleitung vorgenommen werden.
Schüler, die unter Krampfanfällen leiden, benötigen im Schwimmunterricht einen speziellen Schwimmkragen, inkontinente Schüler müssen aus hygienischen Gründen eine Neopren-Schwimmhose tragen. Diese werden von der Krankenkasse bewilligt und in Sanitätshäusern individuell angemessen.
3. Rahmenbedingungen
3.1 Schulentwicklungsarbeit
Schwerpunkte unserer Arbeit
Klassenteams:- Unterrichtsentwicklung mit dem Schwerpunkt der individuellen Förderplanung
Seit 2003 nimmt unsere Schule an einer Doktorarbeit zur Erstellung von individuellen Förderplänen teil. Die erstellten Förderpläne werden zwei mal im Jahr mit der Schulleitung besprochen und zur Auswertung anonym an den Doktoranten geschickt.
(Beschreibung Förderpläne: siehe Schulprogramm 3.1.1 und Anhang)
Arbeitsgruppe 1:
- Einführung in die Unterstützte Kommunikation (auf 3 Jahre angelegt)
Zielsetzung:
Alle – Schüler, Lehrer und Eltern – mit der Unterstützen Kommunikation bekannt, vertraut und handlungsfähig zu machen.
In Kommunikation zu treten mit nicht sprechenden Schülern mit dem Ziel der aktiven Teilhabe am sozialen Leben
Verankerung im Schulprogramm durch Eltern und Lehrer
Elternmithilfe und Aufklärung durch Elternberatung, Elterntreffen, Elternschulung
Jährliche Überprüfung der Entwicklungsfortschritte (unter Einbeziehung der Eltern) und Ausweisung in den individuellen Förderplänen
Arbeitsplan mit Handlungsplanung:
Erfassen des individuellen Förderbedarfs für Unterstützte Kommunikation der nicht sprechenden Schüler
Wortschatzermittlung
Einführung eines einheitlichen Gebärdensystems
Erstellung eines Gebärdenbuches
Schulbeschilderung
Erarbeiten von Einsatzmöglichkeiten für technische Hilfsmittel
Erproben von technischen Hilfen und Anwendungstraining
Fortbildungen für Lehrer und Eltern wahrnehmen
Erlernen der neuen Gebärden vor jeder Konferenz
(Fortschrittsbeschreibung UK siehe Schulprogramm 4.3.2)
Arbeitsgruppe 2
- Konflikte – Schwierige Schüler
Zielsetzung:
Einheitliches Programm der Schule zur Prävention und Intervention
Arbeitsplan mit Handlungsplanung:
Maßnahmen zur Prävention wie Klassenzusammensetzungen, Schulhofumgestaltung, Pausengestaltung, Gestaltete Freizeitangebote etc.
Erstellung eines einheitlichen Maßnahmenkatalogs zu Intervention
Liste für außerschulische Beratungsstellen erstellen
Fortbildungen
(Arbeitsbeschreibung siehe Schulprogramm 3.1.2 und Anhang)
Arbeitsgruppe 3:
- Schule in Bewegung – Sportteam
Zielsetzung:
Weiterentwicklung der Schulsportkonzepte
Arbeitsplan mit Handlungsplanung:
Zusammenarbeit der drei Förderschule bei der Planung und Durchführung von Sport- und Schwimmfesten
Verbesserung des Sportunterricht durch Beratung und Fortbildungen
(ausführliche Beschreibung: siehe Schulprogramm 5.1)
Steuergruppe
- Schulprogrammarbeit
Zielsetzung:
Verbesserung, Erweiterung, Planung und Überprüfung von Schulentwicklung
3.1.1 Förderplanung
3.1.1.1 Individuelle Förderplanung
Die Lehrkräfte und das weitere Personal an unserer Schule erfüllen mehrere Aufgaben in der Arbeit mit den Schülerinnen und Schülern. Neben dem Auftrag, die Schülerinnen und Schüler zu bilden und zu erziehen, steht noch ein drittes Handlungsfeld, das unsere Arbeit von der der Allgemeinen Schulen unterscheidet: Wir fördern jede einzelne Schülerin und jeden einzelnen Schüler in der gesamten Persönlichkeitsentwicklung. Während früher der Name „Sonderschule“ dokumentierte, dass unsere Schülerinnen und Schüler einen besondere, ihren Bedürfnissen angepasste Bildung und Erziehung benötigen, verdeutlicht jetzt die neue Bezeichnung „Förderschule“ die Aufgabe, die Schülerinnen und Schüler in ihrer Gesamtentwicklung zu fördern.
Wenn bei einer Schülerin/ einem Schüler offenbar wird, dass der Unterricht an einer Allgemeinen Schule den Bildungs- und Erziehungsbedürfnissen des Kindes nicht gerecht wird, wird in einem diagnostischen Gutachter-Verfahren (AO-SF) von Lehrkräften der Allgemeinen Schulen sowie der Förderschulen ein individueller sonderpädagogischer Förderbedarf für das Kind ermittelt. Die Gutachterinnen stellen dabei den jeweiligen Förderschwerpunkt fest; anhand dessen wird durch die Schulaufsicht der passende Förderort bestimmt. Unsere Schule ist ein Förderort für Schülerinnen und Schüler, die einen vorrangigen Förderbedarf in der Geistigen Entwicklung haben.
3.1.1.2 Förderbereiche
Schülerinnen und Schüler werden in ihrer Entwicklung individuell gefördert. Diese Persönlichkeitsentwicklung vollzieht sich verschiedenen, einzeln umschriebenen Entwicklungsbereichen. Da wir unseren Förderauftrag aus dem aktuellen Entwicklungsstand der Schülerin/ des Schülers im jeweiligen Bereich ableiten, sprechen wir von Förderbereichen. In der Systematik der Förderbereiche orientieren wir uns an dem Entwurf der zukünftigen Richtlinien für unseren Förderschwerpunkt Geistige Entwicklung.
Danach gibt folgende Förderbereiche :
- Wahrnehmung (auch Sensorik)
In der Entwicklung geht es darum, Wahrnehmungserfahrungen in den einzelnen Sinnesbereichen Sehen, Hören, Riechen, Schmecken, Tasten, auf der Haut Fühlen, im eigenen Körper Spüren machen und differenzieren bis hin zu der Fähigkeit, komplexe Wahrnehmungen zu vollziehen, zu verarbeiten und für sich zu nutzen.
- Motorik
Der Mensch lernt in seiner Entwicklung, Körperbewegungen zu machen, sie zu steuern und später in verschiedenen Situationen ausdauernd und geschickt motorisch zu agieren.
- Kommunikation
Menschen lernen, miteinander in Kontakt zu treten und sich auszutauschen. Die Entwicklung beschreibt Interaktionen über Körperkontakt und Lautäußerungen, weiter über Verbalsprache bis hin zur Fähigkeit, an gesellschaftlicher Kommunikation teilzunehmen.
- Kognition/ Handlungsfähigkeit
Dieser Bereich des Denkens und Handelns beschreibt eine Hauptarbeit in der Förderung im Schwerpunkt Geistige Entwicklung. Unsere Schülerinnen und Schüler müssen befähigt werden, ihr eigenes Handeln (ziel-)gerichtet einzusetzen. Über die Aktivierung von Denkprozessen soll es weiter darum gehen, die Fähigkeit zu erlangen, in unterschiedlichen Situationen ein problemlösendes Verhalten zu zeigen.
- Emotionalität
In der Persönlichkeitsentwicklung lernt der Mensch, eigene Befindlichkeiten wahrzunehmen und sie auszudrücken bis hin zur Fähigkeit, im Umgang mit anderen Menschen eigene Gefühle differenziert zu erkennen und zu handhaben.
- Soziale Beziehungen (Sozialverhalten)
Es ist für viele unserer Schülerinnen und Schüler wichtig zu lernen, die Nähe anderer Menschen zu zulassen. In der weiteren Entwicklung geht es darum, Gemeinschaften mitgestalten und gesellschaftlichen Einfluss ausüben zu können. Dieser Förderbereich wird oft mit dem Bereich Emotionalität gekoppelt, weil es z.B. wichtig ist zu lernen und zu berücksichtigen, dass andere Menschen auch Gefühle haben und danach handeln.
- Selbständigkeit/ Selbstversorgung
Ein weiterer Schwerpunkt unserer Arbeit liegt in der Förderung der Autonomieentwicklung bzw. der lebenspraktischen Entwicklung unserer Schülerinnen und Schüler. Sie sollen dazu befähigt werden, eigene Bedürfnisse zu äußern und in der weiteren Entwicklung lernen, sich selbst in verschiedenen Lebensbereichen zu versorgen.
- Kreativität/ Spiel
Menschen lernen, im Spiel Anregungen anderer aufzunehmen. Am Ende steht die Fähigkeit, in unterschiedlichen Situationen Fantasie zu entwickeln sowie spielerische Situationen zu gestalten und zu organisieren.
- Lern- und Arbeitsverhalten
Insbesondere für das Schul- und Arbeitsleben ist es wichtig zu lernen, sich so zu verhalten, dass es möglich wird, sich an Lern- und Arbeitsprozessen zu beteiligen. Die Schülerinnen und Schüler sollen bestimmte Arbeitsregeln und –methoden lernen und die eigene Fähigkeit erlangen, diese Regeln und Methoden in verschiedenen Lern- und Arbeitssituationen anzuwenden.
(vgl. Richtlinienentwurf des Landesinstitutes aus 2002)
3.1.1.3 Der Förderplan
Um Schülerinnen und Schüler in den verschiedenen Entwicklungsbereichen erfolgreich fördern zu können, ist es für die Lehrpersonen wichtig, planvoll vorzugehen. Während die Planungsdokumentation sich früher über die einzelnen Unterrichtsfächer, -vorhaben und –projekte vollzogen hatte, entschied sich unser Kollegium im Schuljahr 2001/02, die Förderarbeit in Anlehnung an die Förderbereiche zu planen und zu dokumentieren. Seitdem werden für jede Schülerin und jeden Schüler in den Klassenteams individuelle Förderpläne erstellt.
Im Förderplan beschreiben die Teams den aktuellen Entwicklungsstand einer Schülerin/ eines Schülers zu einer konkreten Entwicklungssituation innerhalb eines Förderbereiches. Daraus werden die individuellen Förderziele ermittelt, die in einem nächsten Entwicklungsschritt vollzogen werden sollen. Dazu wird dokumentiert, welche Angebote im Unterricht für die Schülerin/ den Schüler wichtig und möglich sind und über welche Inhalte die Förderung geschehen soll. Im Weiteren evaluieren die Kolleginnen und Kollegen ihre Arbeiten: Sie dokumentieren den Förderprozess und den Erfolg der Maßnahmen sowie alle Begleitumstände. Dazu setzen sie eigene Beobachtungen und Bewertungen.
In der Entwicklung der Förderplanarbeit werden inzwischen auch die Unterrichtsfächer wieder verstärkt miteinbezogen, da sie in ihrer Planung nicht isoliert betrachtet werden können.
Seit dem Schuljahr 2004/05 beteiligt sich unser Kollegium an dem Forschungsvorhaben „Individuelle Förderplanung und Dokumentation“ von Herrn Helge Schulz zur Wiesch, Förderschullehrer im Kreis Viersen. Wir versprechen uns davon eine Optimierung unserer Planungsarbeit. Die Dokumentationsformulare des IFD bzw. IFDE 2005 helfen uns, unseren Planungsblick zu schärfen und unsere Förderziele genauer zu formulieren. In der Planung und Evaluation beziehen wir die Eltern und WohnheimbetreuerInnen unserer Schülerinnen und Schüler mit ein und arbeiten mit ihnen zusammen. Die einzelnen Klassenteams wählen aus der Formulatur des IFDE die für ihre Arbeit geeigneten Blätter aus und nutzen sie für eine ökonomische und dabei effiziente Förderplanung. Förderpläne werden fortlaufend neu geschrieben in Berücksichtigung der Entwicklung der einzelnen Schülerin/ des einzelnen Schülers. Dabei knüpfen neue LehrerInnen einer Schülerin/ eines Schülers an die Planungsarbeit der VorgängerkollegInnen an.
3.1.2 Gesundheitserziehung
Begriffsbestimmung: alle Maßnahmen, die der Gesunderhaltung von
Schülerinnen und Schülern dienen
Gesundheitserziehung ist fächerübergreifend und interdisziplinär.
Gesundheitserziehung findet in folgenden Unterrichtsbereichen an unserer Schule statt:
- Sachunterricht
- Umwelterziehung
- Sexualerziehung
- Lebenspraktisches Training
- Sport- und Schwimmunterricht
- Hauswirtschaft
- Ernährung
- Werken
Inhalte der Gesundheitserziehung
- Hygieneregeln kennen lernen, üben und anwenden
- Zähneputzen nach den Mahlzeiten
- regelmäßiges Händewaschen
- Nase putzen, Husten, Niesen, Sabbern
- Körperhygiene, Körperpflege
- Toilettentraining
- Duschen
- Läusekontrolle
- Ernährung
- Esstraining (Essen mit Messer und Gabel, angemessenes Essverhalten)
- Hygiene bei den Mahlzeiten
- Ernährungslehre (z.B. Ernährungspyramide)
- Gewichtskontrolle
- Errechnung und Einordnung des BMI
- Zubereitung von „gesunden“ Speisen und Snacks
- Gesundheitsschutz
- Besondere Kleidung im Werk- und Hauswirtschaftsunterricht
- Erste Hilfe
- Suchtprävention
- Stressvermeidung, Stressbewältigung à, Entspannungstechniken, Yoga, Konfliktverhalten, Bewusstsein entwickeln usw.
- Umwelterziehung
- Müllentsorgung, Mülltrennung
- Schulgarten, Kompostierung
3.1.3 Fortbildungskonzept
1. Grundlegung der Lehrerfortbildung:
„Lehrerfort- und -weiterbildung unterstützt die Sicherung der beruflichen Professionalität und trägt den Anforderungen an Erziehung und Bildung in Schule und Gesellschaft Rechnung.
Lehrerfortbildung stärkt Schulen in ihren Entwicklungsprozessen und hilft den Lehrkräften, ihren Erziehungs- und Unterrichtsauftrag (…) zu gestalten.
Lehrerweiterbildung dient der Qualitätserweiterung mit dem Ziel des Aufbaus neuer Handlungskompetenzen.“
(RdErl. d. Ministeriums für Schule, Jugend und Kinder vom 27.04.2004)
„Die Orientierung der Lehrerfortbildung am wirklichen Bedarf der Lehrerinnen und Lehrer (…) ist eine wichtige Grundlage für das Gelingen der Fortbildung.“
(MSWWF: Frechen 1999, „Professionalität stärken)
Lehrerinnen und Lehrer sind verpflichtet, sich fortzubilden.
Aufgaben und Zielvorstellungen im Rahmen eines Gesamtkonzeptes sind folgende:
- das Fortbildungsinteresse zu stärken, (zielt auf Motivation zur Veränderung)
- die Kompetenzen der einzelnen Lehrerinnen und Lehrer zu stärken, (zielt auf die Qualität von Unterricht und Erziehung)
- die Persönlichkeit und Identität der Lehrerinnen und Lehrer zu stärken, (zielt auf Belastbarkeit und Psychohygiene der einzelnen KollegInnen)
- die Institution Schule als Ganzes in ihrer Organisationsentwicklung zu unterstützen. (zielt auf die Qualität der Organisation: Schule als lernende Organisation) (vgl. Dalin/ Rolff/ Buchen: Institutioneller Schulentwicklungsprozess, Soest 1996 S. 324)
Das Fortbildungskonzept versteht sich als variables Modell, welches regelmäßig daraufhin überprüft wird, ob es diesen Zielen gerecht wird.
2. Prinzipien der Lehrerfortbildung:
Teilnehmerorientierung:
|
Praxisorientierung:
|
Problemorientierung:
|
Wissenschaftsorientierung:
|
(nach: „Professionalität stärken“, Frechen 1999 S: 19 -22)
3. Elemente der Lehrerfortbildung:
|
||||
1. Individuelle |
2. Schulinterne |
3. Fortbildung für |
4. Sonstige |
|
Jedes Mitglied des Kollegiums sollte sich innerhalb der möglichen Fortbildungsangebote ein Angebot wählen, welches ihrem oder seinem Fortbildungsbedarf entspricht. |
Im Rahmen der Schulprogrammarbeit werden orientiert an aktuellen Problemen und inhaltlichen Schwerpunktthemen der Schule Fortbildungen von der Lehrerkonferenz diskutiert und geplant. Die Schulkonferenz wird regelmäßig über diese Fortbildungsveranstaltungen informiert. Die AG Fortbildung führt zu Schuljahresanfang eine Bedarfserhebung unter den KollegInnen durch stellt in der Lehrerkonferenz diese Vorschlagsliste zur Diskussion.(siehe § 59 Abs. 5 SchulG) |
Sie werden bisher zu folgenden Themen genutzt: |
Einzelne KollegInnen nehmen u.a. an folgenden externen Veranstaltungen teil:
|
4. Kollegiumsinterne Lehrerfortbildungen seit 1999
Datum |
Forbildung |
Veranstalter |
25. 11.1999 |
„Fortbildung Schulprogramm“ |
Institut für Schulberatung und Schulentwicklung, Köln |
24.11.2000 |
Kooperative Fallberatung |
Institut für Schulberatung und Schulentwicklung, Köln |
28.03.2001 |
Sexualisierte Gewalt- |
|
12.12.2001 |
Sexualisierte Gewalt- |
|
06.06.2002 |
BAD – Gesundheitsvorsorge- |
BAD |
17.01.2003 |
Förderung verhaltensauffälliger Schüler- Eine Aufgabe interner Schulentwicklung für Schulen GB |
|
24.11.2004 |
Unterstützte Kommunikation |
Michels, Essen, |
19.08.2005 |
Gebärden |
LoorENS, Köln |
20.01.2006 |
Gebärden |
LoorENS, Köln |
04.-06. 2006 |
Supervision Steuergruppe, 6x |
Knipping, Essen |
06.06.2006 |
Unterstützte Kommunikation mit Bildkarten nach dem PECS Ansatz |
Autismusbeauftragte BZR, Benninghaus |
16.06.2006 |
Unterstützte Kommunikation mit Bildkarten nach dem PECS Ansatz |
Autismusbeauftragte BZR, Benninghaus |
16.03.2007 |
Autismus nach TEACH |
Autismusbeauftragte BZR, Benninghaus |
10.10/17.10/24.10/ |
Trampolinschein |
Sportbeauftragter der Stadt Düsseldorf, Keimer |
16.11.2007 |
Umgang mit schwierigen Eltern |
Lehrerakademie: Querenburginstitut |
5. – 7.09.2008 |
Professionell handeln in Gewaltsituationen (PART) |
Diplom-Psychologe Dr. Heinrichs, Hephata |
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3.1.4 Schulordnung
Ab dem Schuljahr 2008/09 gelten für Schüler und Schülerinnen folgende Schulregeln, die im Unterricht durchgenommen werden und durch eine Unterschrift, soweit die Schüler und Schülerinnen dies verstehen, beglaubigt werden. Ebenso werden die Eltern über diese Schulregeln unterrichtet.
Die Schulregeln werden von den Lehrern und Lehrerinnen schon ab der Vorstufe den Schülern und Schülerinnen nahe gebracht (Erziehungskonzept)
- Ich komme jeden Tag pünktlich zur Schule (SelbstfahrerInnen: Bei Nichteinhaltung muss wieder mit dem Schulbus gefahren werden.) - Ich gehe höflich und respektvoll mit anderen um. - Ich regele Konflikte durch ein Gespräch. - Ich hole mir Hilfe, wenn ich einen Streit nicht selber lösen kann. - Ich sage die Wahrheit. - Ich höre auf das NEIN des/der anderen. - Ich halte mich an die Regeln meiner Klasse. |
Erste Konsequenzen:
- Pädagogisches Gespräch zwischen SchülerIn und LehrerIn
- Übernahme von Arbeiten für die Allgemeinheit, die von der Lehrerin/dem Lehrer ausgesucht werden.
- Ich gehe leise und langsam durch das Schulgebäude. - Ich bleibe während der Schulzeit auf dem Schulgelände. - Ich werfe Müll immer in den Abfalleimer. - Nach dem Unterricht verabschiede ich mich von meinen LehrerInnen und gehe |
Erste Konsequenzen:
- Der Schüler/die Schülerin erhält die Chance das jeweilige Verhalten unter Einhaltung der Regeln noch mal zu üben.
- Der Schüler/die Schülerin wird bei Bedarf mit Körperkontakt begleitet.
- Ich gehe ordentlich mit allen Dingen in der Schule um. - Ich lasse die Sachen der Schule in der Schule. - Ich achte das Eigentum meiner MitschülerInnen. - Ich ersetze Dinge, die anderen gehören, wenn ich sie beschädigt habe. |
Erste Konsequenzen:
- Der Schüler/die Schülerin erhält die Möglichkeit, das Einhalten von Ordnungsprinzipien zu üben.
- Der Schüler/die Schülerin ersetzt Dinge, die anderen gehören, wenn er/sie diese beschädigt oder gestohlen hat.
- Ich lasse Spielzeug zu Hause. - Ich lasse Handys, MP3-Player, Game-Boys und ähnliches zu Hause. - Ich lasse Dinge, die andere verletzen können, zu Hause.
|
Erste Konsequenzen:
- Die jeweiligen Gegenstände werden eingesammelt und am Ende des Schultages wieder mitgegeben.
- Die Gegenstände werden einbehalten und durch die Eltern, nach Vereinbarung mit dem Lehrer/der Lehrerin, abholt.
- Ich höre anderen zu. - Ich habe das Recht auf ungestörten Unterricht. - Ich bringe jeden Tag ein Mäppchen mit Anspitzer, Radiergummi, angespitzten Bunt- |
Erste Konsequenzen:
- Verwarnung
- Der Schüler/Die Schülerin erhält individuelle Maßnahmen zum Üben der Regeln.
Weitere Konsequenzen:
- Gespräch mit den Eltern
- Offizielles Schreiben an die Eltern
- Ausschluss von Klassenaktivitäten.
- Versetzung in eine parallele Lerngruppe.
- Einschaltung der Schulsozialarbeiterin.
- Ausschluss vom Unterricht.
- Einschaltung des Jugendamtes.
3.1.4.1 Arbeitsgruppe Konflikte / schwierige SchülerInnen
Durch die zunehmende Zahl verhaltensauffälliger und aggressiver Schüler und Schülerinnen entstand der Wunsch nach einem einheitlichen Konzept zur Prävention und Intervention für unsere Schulform.
Es wurde eine allgemeingültige Schulordnung erstellt.
Dazu gibt es einen Maßnahmenkatalog für geordnete Unterrichts- und Erziehungsarbeit und zum Schutz von Personen und Sachen.(Anlage 6.3). Dieser besteht aus erzieherischen Einwirkungen und Ordnungsmaßnahmen.
Begleitend ist ein enger Kontakt zu den Bezirkssozialdiensten über unsere Schulsozialarbeiterin hergestellt, um SchülerInnen und Eltern jede mögliche Hilfestellung zu gewährleisten.
Präventiv soll ein Angebot zum Thema „Ringen und Raufen“ erstellt werden, um den betroffenen SchülerInnen die Möglichkeit zu geben, ihre Aggressionen in einem geregelten Rahmen herauszulassen und abzubauen.
Um die Pausenzeiten zu entzerren, in denen es vermehrt zu Konfliktsituationen kommt, ist geplant, den Außenbereich altersstufengerecht umzugestalten und feste Pausenangebote zu installieren, die verschiedene Altersstufen ansprechen.
Um massiven Unterrichtsstörungen entgegenzuwirken, soll ein Trainingsraum-konzept erstellt werden.
Gleichzeitig haben die Schulleiter der drei Förderschulen für Geistige Entwicklung in Kooperation mit dem Jugendamt, Abteilung Soziale Dienste, Bezirkssozialdienst und der Behindertenkoordination einen Leitfaden für eine Zusammenarbeit entwickelt. (Anlage 6.2).
3.2 Mitwirkung der Schüler
n unserer Schule hat die SV-Arbeit eine lange Tradition. Ab der Mittelstufe wählen die Klassen je eine/n KlassensprecherIn und eine/n StellvertreterIn, die an der SV-Arbeit teilnehmen. Im Durchschnitt gehören 12-14 SchülerInnen der SV an. Einmal wöchentlich findet eine SV-Sitzung statt.
Je nach Kapazitäten im Lehrerkollegium stehen für die SV-Arbeit 1-2 SV-LehrerInnen zur Verfügung.
Die Schülervertretung übernimmt verschiedene Aufgaben:
- Alle SV-SchülerInnen wählen aus ihren Reihen zwei Schülersprecher/innen. Diese besprechen Beschlüsse der SV mit der Schulleitung. Weiterhin haben sie die Möglichkeit an Klassenkonferenzen teilzunehmen.
- In jedem Schuljahr finden für alle Mittel-, Ober- und BerufspraxisstufenschülerInnen Billard-Turniere statt, die von den SV-SchülerInnen organisiert und durchgeführt werden. Dazu wurde ein Billard-Regelwerk erstellt, welches die SV-SchülerInnen selbst erarbeitet haben und jährlich wiederholt sowie gefestigt werden. Im Rahmen der SV-Sitzungen werden die SchülerInnen als Schiedsrichter ausgebildet, so dass sie bei den Billardturnieren die Spiele leiten können.
- Auf der jährlichen Entlassfeier übernehmen die SV-SchülerInnen die Verabschiedung der EntlassschülerInnen.
- In den SV-Sitzungen werden Schülerwünsche diskutiert und verhandelt, so dass Spielgeräte angeschafft werden können und Ideen für Schulfeste sowie Projektwochen angeregt werden.
- Die SV-Arbeit wird von den SchülerInnen selber dokumentiert. So fertigen sie nach jeder Sitzung ein SV-Protokoll an, welches sie in ihren Klassen vortragen.
- Die SV- SchülerInnen gestalten durch eigene Beiträge unsere Schülerzeitung „Andresen-Express“ mit und helfen beim Verkauf.
3.3 Elternmitwirkung
Nur durch das gemeinsame Bemühen von Schule und Elternhaus kann die Erziehung und Förderung eines behinderten Kindes sinnvoll durchgeführt werden. Hierzu ist die Zusammenarbeit mit den Eltern unabdingbar.
Nach Artikel 6 des Grundgesetzes obliegt den Eltern das natürliche Erziehungsrecht. Auch die Schule hat nach Artikel 7 des Grundgesetzes und der Landesverfassung einen Erziehungsauftrag. Eltern sollten der vorliegenden Konzeption im wesentlichen zustimmen und diese gemeinsam mit der Schule weiterentwickeln. Hierzu gehören selbstverständlich auch kritische Auseinandersetzungen, Fragen und Anregungen (Evaluation).
Die Schule berät die Eltern der Schüler hinsichtlich der Schullaufbahn in fachlicher und pädagogischer Hinsicht.
Um besondere Verhaltensweisen eines Schülers richtig zu interpretieren ist es sinnvoll, dass besondere Umstände im privaten Bereich den Lehrern mitgeteilt werden. Hierzu kann ein Mitteilungsheft dienen.
Zu den Aufgaben der Eltern gehört es auch, sich bei den Lehrern nach der schulischen und pädagogischen Entwicklung ihres Kindes zu erkundigen und die Gesprächsangebote der Lehrer wahrzunehmen. Hierzu werden 2 Elternsprechtage eingerichtet, die Lehrer führen auch Hausbesuche durch. Die Lehrer sind während des ganzen Schuljahres wöchentlich zu ausgewiesenen Zeiten nach Anmeldung in der Schule zu sprechen.
Die Mitwirkung der Eltern kann in sehr unterschiedlicher Weise erfolgen. Laut Schulmitwirkungsgesetz sind Klassenpflegschaft, Schulpflegschaft und Schulkonferenz die gesetzlichen Gremien. Darüber hinaus bietet der Förderverein über die Mitgliedschaft hinaus die Beteiligung der Eltern wie der Lehrer als Beiräte im erweiterten Vorstand, der regelmäßig etwa alle 6 Wochen tagt.
Mehrere Klassen haben einen regelmäßig stattfindenden Stammtisch außerhalb der Schule eingerichtet, und es findet ein von den Eltern organisiertes Elternfrühstück statt. Vielfältige Beteiligungsformen der Eltern werden außerdem praktiziert:
- Mithilfe bei Unterrichtsgängen, Wanderungen und Klassenfahrten
- Vorbereitung und Durchführung von Klassenfeiern
- Vorbereitung und Durchführung von Schulfesten u. jahreszeitlich bedingten Feiern
- Vorbereitung und Durchführung von Basaren
- Beteiligung an Schulgottesdiensten und Entlassfeiern sowie der Einschulung
- Beteiligung an sozialen Aktionen
Außerdem finden eine Vielzahl an Gesprächs- und Diskussionsabenden für Eltern und Lehrer jährlich statt, ebenso Vorträge und Diskussionen im Sinne der Fort- und Weiterbildung zu Themen wie Pflegeversicherung, Beantragung des Schwerbehindertenausweises, Betreuungsrecht, Vererben, Kindergeld für erwachsene Behinderte, Beantragung von Reha-Maßnahmen und vieles mehr.
Die Eltern sind ständig aufgefordert, Wünsche und Anregungen einzubringen über
- das Klassenteam
- die Schulleitung
- Artikel im Lohbach-Express
- den Kummer- und Anregungskasten der SV
- Franz-Marc-Schule und Mosaikschule im Bereich Sport, Schwimmen, Reitlehrgang, Skilanglauflehrgang
- Gemeinsame Gottesdienste (Franz-Marc-Schule und Theodor-Andresen-Schule und die beiden Pfarrer der zuständigen Kirchen)
- WfaA (mehrere Schülerpraktika im Jahr)
- Lore-Lorenz-Berufskolleg (Betreuer für Skilanglauf, Jahrespraktikanten im Sportunterricht)
- St.Suitbertusgymnasium, Kaiserswerth (jedes Jahr zweiwöchiges Praktikum der Klasse 11)
- Fachschule für Heilerziehungspflege, Gerresheim (Jedes Schuljahr für 4 Monate einen Nachmittag pro Woche eine Gruppe)
- Tanzhaus NRW (Offizieller Partner: 1 Tanzkurse für 2 Stunden pro Woche, 1 Tanzkurs für 2 Wochenstunden finanziert vom Förderverein)
- Kunstprojekt der Stadt Düsseldorf, (Künstler an Schulen)
- Motopädiekurs (1 mal wöchentlich 1 Stunde nach der Schule, Sportamt der Stadt Düsseldorf)
- Jugendmusikschule (1 mal wöchentlich 1 Stunde mit einer Klasse und Einzelförderung)
- Zittytreff (Freizeittreff für Jugendliche nach der Schule, Stadt Düsseldorf, Jugendamt
- Düsselferien (Betreuung während der Sommerferien, Stadt Düsseldorf)
- Behindertenkoordination der Stadt Düsseldorf
- Bezirkssozialdienste der Stadt Düsseldorf
- Bezirksvertretung 7 – Gerresheim
- Jugendamt
- Arbeitsamt
- Werkstatt für angepasste Arbeit
- Gesundheitsamt
- Polizei
- Ordnungsamt
- Sportamt (u.a. Check)
- Kinderneurologisches Zentrum, Gerresheim
- Uniklinik und andere Kliniken
- Kinder- und Jugendpsychiatrie Grafenberg und außerhalb Düsseldorfs
- Kinderschutzambulanz
- Pro Familia
- Lebenshilfe
- Bürger- und Heimatverein Gerresheim
- WIG (Werbe- und Interessenverein Gerresheim)
- Bürgerhilfe Gerresheim
- Netzwerk Gerresheim (Fahrradreparatur)
- Grundschule Brorstraße in Unterbach (Weihnachtsmarkt)
- Martinsverein Gerresheim (Laternenausstellung)
- Straßenfest (alle 2 Jahre mit allen Institutionen am Lohbachweg)
- Katholische und Evangelische Kirche (Gemeinsame Gottesdienste)
- DRK-Altenheim (Laternensingen, Weihnachtssingen)
- Jugendmusikschule
- Mahn- und Gedenkstätte
- Bundesamt für Zivildienst
- Lebenshilfe e.V.
- Förderzentren und Kindergärten
- Altenheim
- Caritasverband
- Tandem (Kaiserswerther Diakonie)
- KoKoBe
- Wohnheime (der Stadt, der Lebenshilfe, der Diakonie)
- Rafaellsheim, Kinderhilfezentrum, Liacon - Hilden
- Trägerverein
- ISB
- Kaiserswerther Diakonie
- Therapiezentrum Hilden
- Therapeuten (Sprachtherapeuten, Ergotherapeuten, Krankengymnasten)
- Lehreraustausch mit der Förderschule L
- Stufenprojekte
- Stufenübergreifende Projekte
- Inhaltlicher Art ( unter Berücksichtigung der Schülerschaft )
- Zeitlicher Art:
- ein Unterrichtblock pro Woche (für mehrere Wochen, Monate oder Jahresprojekt)
- ein Unterrichtstag pro Woche
- eine Projektwoche
- Differenzierung des Inhaltes ( Herausbildung von Teilbereichen. Beratung mit allen Teammitgliedern )
- Bildung von Arbeitsgruppen für die Teilbereiche ( Kleingruppen )
- inhaltliche Strukturierung
- zeitliche Strukturierung
- organisatorische Strukturierung
- Zusammentragen und Koordination der Ergebnisse der Arbeitsgruppen
- in Bezug auf Durchführung
- in Bezug auf Einteilung der Schülergruppen
- in Bezug auf den zeitlichen Rahmen
- im Arbeitsteam
- im Gesamtteam
- in Bezug auf Inhalt, Durchführung, Organisation und Zeit.
- Theater-Unterricht (Mittel-, Ober- und Berufspraxisstufe)
- Singkreise (Vor- und Unterstufe)
- Musik-AG (Mittel-, Ober- und Berufspraxisstufe)
- Schwimmgruppe im Allwetterbad (Mittel-, Ober- und Berufspraxisstufe)
- Fußball- und Hockey-AG im Nachmittagsbereich für Schüler ab der Mittelstufe
- Gottesdienste werden gemeinsam vorbereitet und zusammen gefeiert
- Disco für jüngere Schüler
- Wasserspielfest (in unserer Schwimmhalle)
- Schwimmfest im Allwetterbad
- Spiel- und Bewegungsfest (in unserer Turnhalle)
- Sportfest im Poststadion
- einwöchige Reiterfreizeit in Warendorf
- Zusammen mit der Lebenshilfe werden Fußball- und Hockeyturniere, bei denen auch Schulen für andere Behinderungsarten mitmachen.
- Therapeutisches Reiten in Hubbelrath (14-tägig), ausgerichtet von Brücke 2000
- Düsselferien in den Sommerferien (Stadt Düsseldorf – Behindertenkoordination)
- Freizeittreff „Zitty“ am Mittwoch, ausgerichtet von der Behindertenkoordination
- Landesweit schreibt der Behindertensportverband NRW für geistigbehinderte Jugendliche und junge Erwachsene eine einwöchige Skifreizeit aus. Diese Freizeit ist nicht nur für Jugendliche, sondern auch für junge Erwachsene offen. Organisator dieser Freizeit ist ein Lehrer unserer Schule.
- individuelle Integrationshilfe (Angebote von verschiedenen Institutionen)
- Kooperation mit der Werkstatt für angepasste Arbeit (Wohnheime, Betreuungsstellen, Lebenshilfe)
- Teilnahme an Veranstaltungen von „Special Olympics” (National Games und NRW-Spiele)
- Werkstatt für angepasste Arbeit mit 5 Zweigstellen (Praktika)
- Städtischer Schulgarten
- Kunstmuseum
- Schifffahrtsmuseum
- Naturkundliche Heimatmuseum Benrath
- Gartenkunstmuseum
- Mahn- und Gedenkstätte
- Stadtmuseum
- Neandertal Museum
- Aqua Zoo
- Awista - Stadtwerke
- Reiterhof Hubbelrath
- Akki
- WDR
- Kegelbahn DRK-Zentrum
- Kletterwand Cosmo Sports
- Öffentliche Schwimmbäder
- Sportplätze – Eissporthalle
- Verkehrsübungsplatz der Polizei
- Abenteuerspielplatz
- Wildpark
- Geschäfte in unmittelbarer Umgebung
- Restaurants
- Kinos
- Behörden
- Bahnhof – Flughafen – Hafen
- Unterbacher See
- Phantasialand
- Jugendherbergen und Freizeitparks auf Klassenfahrten
- Zitty-Gruppe
- Sozialer Bereich: Von der Ich-Zentrierung zur Gemeinschaftsfähigkeit, Regeln der Gemeinschaft kennenlernen, einhalten und durch Ritualisierung festigen
- Persönlichkeitsentwicklung: eigene Bedürfnisse wahrnehmen und äußern, Lebenszutrauen aufbauen
- Orientierung: Kennenlernen des Klassenraum, der Fachräume, des Schulhofes und der näheren Umgebung
- Lebenspraktischer Bereich: Anbahnung der Selbstversorgung in allen Bereichen
- Kommunikationsfähigkeit: Aufbau von Dialogfähigkeit im verbalen und non-verbalen Bereich
- Arbeitshaltung: Vom Hantieren zum sachgerechten Umgang mit Materialien und Werkzeug
- Motorik: Koordination und Bewegungskontrolle anbahnen in der Grob- und Feinmotorik
- Lern-, Arbeits-, Sozialverhalten: selbstständiges Beenden überschaubarer Aufgaben
- Motorik: Festigen feinmotorischer Geschicklichkeit, z.B. beim Umgang mit Schere und Messer
- Wahrnehmung: Differenzierung von Eigen- und Gruppenwahrnehmung
- Sprache/Kommunikation: adäquates Äußern und Weiterleiten von Informationen, Wünschen und Bedürfnissen
- Emotionalität: Abbau von Distanzlosigkeit vor allem gegenüber Fremden
- Kognition: zunehmendes Überschauen und Ausführen aufeinander aufbauender Arbeitsabläufe
- Einsetzen der Pubertät: intensives Auseinandersetzen mit dem eigenen Körper (z.B. Körperpflege)
- Bearbeiten differenzierter Arbeitsblätter
- Ordnen von ungeordneten Mengen
- Tischdecken
- Abzählen und Verteilen von Milch bzw. anderer Getränke
- Spülen, Abtrocknen und Wegräumen von Geschirr
- Strukturieren des Schulalltages anhand von Stundenplan und Uhr
- Selbstständiges Aufsuchen von Fachräumen
- geordnetes Gehen in der Gruppe
- situatives Anpassen der Lautstärke
- Weiterleiten mündlicher Informationen
- Weitergeben schriftlicher Informationen
- sich des Übergangs von der Kindheit zum Erwachsenen („Jugendalter“) bewusst werden, sich ausprobieren als Erwachsener, sich von der Kindheit „verabschieden“ (fachorientierte Bereiche „nebenher“) und dabei Selbstvertrauen bewahren
- körperliche Veränderungen
- Veränderungen der psychischen Befindlichkeit (u.a. Entwickeln neuer Interessen)
- Auseinandersetzen mit der eigenen Sexualität – auch in der Partnerschaft (z.B. Selbstbefriedigung, Geschlechtsverkehr, Verhütung)
- Soziale Beziehungen unterscheiden – erleben – gestalten in Intensität, Intimität und Qualität; entsprechende Bedürfnisse artikulieren und ausleben
- Angemessenes Verhalten und Sprache im jeweiligen Sozialgefüge ; Themen situationsgebunden ansprechen
- in der Öffentlichkeit möglichst selbstständig und sicher agieren; kindliche Vertraulichkeit ablegen
- Vertrauenspersonen: Orientierung weg von den Eltern/ Lehrern hin zur Peergroup/ Freunden
- Anbahnen, Vertiefen und Festigen von Grundfertigkeiten in den verschiedenen Bereichen der Arbeitslehre hinsichtlich des Übergangs von Schule ins Arbeitsleben
- Aufbau von außerschulischen Kontakten und Freizeitmöglichkeiten bis hin zur selbständigen Nutzung
- Kennen lernen von möglichen Wohnformen
- Anbahnen , Vertiefen u/o Festigen von Fähigkeiten zur selbständigen Lebensführung im Erwachsenenalter
- altersangemessener Umgang mit Sexualität und Partnerschaft
- Verhaltenstraining
- Verhütung
- Partnerschaftsformen
- Integrierter Sprachunterricht im Schulalltag
- Förderung des Schriftlesens im Kursverfahren.
- dass unsere SchülerInnen im Unterricht ihre bisherigen verbalen und nonverbalen Ausdrucksmöglichkeiten einbringen können;
- dass sie ihre kommunikativen Fähigkeiten erweitern und selbstbewusst anwenden können;
- dass sie ihre kommunikativen Fähigkeiten auf den Bereich der Schriftsprache ausweiten.
- Situationen
- Bildern
- Bildzeichen/Piktogrammen
- Signalwörtern
- Schrift.
- den alltäglichen Umgang miteinander gestalten
- einander erzählen und einander zuhören
- sich sachbezogen verständigen
- szenisch spielen, vortragen
- sich auf Texte einlassen
- Texte untersuchen
- Texte werten
- Texte nutzen und produktiv verwenden
- Lesefertigkeiten fördern
- Texte planen
- Texte aufschreiben
- Texte überarbeiten
- den eigenen Namen und die Namen der MitschülerInnen erkennen
- Buchstaben und die ihnen entsprechenden Laute kennenlernen (optische und aktustische Analyse)
- Zuordnung von Groß- und Kleinbuchstaben
- Zusammenschleifen von Buchstaben zu Silben
- sich Ganzwörter als Wortbilder einprägen und voneinander unterscheiden
- Erweiterung und Festigung der Buchstabenkenntnisse (Buchstaben-Lautverbindung)
- Vervollständigung der Buchstabenkenntnisse (schwierige Lautverbindungen wie sp, st, ch, eu etc.)
- Übungen zum Zusammenschleifen von Buchstaben zu Silben
- Übungen zum Zusammenschleifen von Silben zu Wörtern
- Festigung des Zusammenschleifens von Buchstaben zu Wörtern (Wörter auf- und abbauen, gleiche Wortteile erkennen)
- Erlesen von Wörtern (Bild-Wort-Zuordnungen, Erlesen längerer Wörter, Festigung schwieriger Lautverbindungen)
- Erlesen von kurzen Sätzen
- Sätze aus verschiedenen Bausteinen zusammensetzen
- längere Texte sinnentnehmend lesen (Texte mit Arbeitsaufträgen)
- Texten Informationen entnehmen
- Aufbau eines Grundwortschatzes
- Einführung in die Groß- und Kleinschreibung (Unterscheidung von Namen-, Tu- und Wiewörtern)
- Kennenlernen von Wörterbüchern als Hilfsmittel
- Kennenlernen einfacher Satzstrukturen
- Budenberg
- Alfons Lernwelt Deutsch 1-2, 3-4
- Duden: Ich lerne Lesen 1 und 2
- Lautsprachbegleitende Gebärden
- Kommunikationstafeln
- Elektronische Hilfsmittel
- Körperschema als Grundlage räumlicher Orientierung
- Raumbegriffe gewinnen (z.B. Erfahrung von umgebenden Räumen)
- Raum- und Raumlagebeziehungen von Gegenständen erfassen
- Eigenschaften von Körpern und deren Gestalt (Form/Farbe) differenzieren können (z.B. Dreieck, Viereck, Kreis, rote/baue Stifte)
- Flächen und Flächenbegrenzungen an Körpern wahrnehmen (z.B. ein Kreis liegt auf dem Tisch)
- Maße und Gewichte kennenlernen (z.B. lang - kurz, schwer - leicht)
- Mengen erkennen und bilden (z.B. zwei Gruppen von Kindern)
- Mengen nach Merkmalen ordnen( blaue/rote Steine)
- Reihen bilden (Gegenstände als Ketten auffädeln, Blumen in eine Reihe auf die Fensterbank stellen, Spiel: im Wartezimmer der erste, der zweite, der dritte,..)
- Mengen vergleichen (5 blaue Bälle, fünf rote Bälle)
- Mengen verändern (zerlegen, wegnehmen, tauschen, ergänzen von Elementen innerhalb einer Menge)
- Mengen und Zahlen zuordnen (in der Umwelt zählen, messen, schätzen, ordnen)
- Zahlen als Ziffern lesen und schreiben
- mit Mengen, Zahlen und Ziffern umgehen können (vergleichen, ergänzen, vermindern, zusammenfassen)
- Grundrechenarten beherrschen (+, -, x, :)
- Sachrechnen (Textaufgaben)
- mit Geld und Zeit umgehen
- mit Maßen und Gewichten umgehen
- Messgeräte nutzen
- Tabellen, Listen und bildliche Darstellungen benutzen und verstehen
- Hantierstufe
- Die Bearbeitungsstufe (von Parnitzke auch „Bastelstufe“ genannt)
- Merkmalstadium (5 –7)
- Stadium der Bildhaftigkeit (7 – 10)
- Stadium der Funktionstüchtigkeit (10 – 12)
- Messen und Anzeichnen
- Sägen mit Hand- und elektrischen Sägen (außer Kreissäge)
- Schleifen mit Klotz und Schwingschleifer
- Bohren mit Handbohrer und am Bohrständer
- Verleimen, Dübeln, Schrauben und Nageln Montage
- Oberflächenbehandlung (Lasieren, Ölen, Beizen etc.)
- vor dem Umgang mit den Nahrungsmitteln die Hände zu waschen,
- eine Schürze umzubinden,
- die Bewertung der Nahrungsmittel (z.B. Teig ist kein Ton)
- Arbeitsplatz herrichten,
- Abfallbeseitigung,
- Aufräumarbeiten,
- Spülen,
- Aufhängen von Geschirrtüchern
- das Waschen von Nahrungsmitteln
- das Schälen mit dem Schäler
- das Halbieren und Vierteln
- das Öffnen von Packungen
- das Rühren mit der Hand
- das Entnehmen von Festem (Körnigem oder Mehligem) aus einem Gefäß ,z.B. durch schütten oder mit dem Löffel
- das Eingießen von Flüssigkeiten
- das Abmessen von Zutaten mit Hilfe nicht metrischer Maße
- die Handhabung von manuellen Küchengeräten
- die zubereiteten Speisen ästhetisch anzurichten
- die Speisen für einen bestimmten Anlass (Feier Frühstück etc.) anzurichten
- Piktogramme eingesetzt
- Rezepte in Wort/Schrift festgehalten
- Arbeitsschritte in der richtigen Reihenfolge geplant und festgelegt
- Arbeitsanleitungen allein oder in Partner-/Gruppenarbeit erfasst, geübt und umgesetzt
- Eine Kaltgruppe (Herstellung kalter Speisen)
- Eine Warmgruppe (Herstellung warmer Speisen mit Hilfe von Hitze, manchmal zusätzlich mit Flüssigkeit)
- Eine Fettgruppe (Herstellung warmer Speisen mit Hilfe von Hitze und Fett und/oder Flüssigkeit)
- Die Schüler in der Speisenzubereitung relativ weit zu führen
- Angstmomente, Unsicherheiten, Unfallgefahren weitgehend abzubauen, unter Umständen sogar auszuschalten
- Die Orientierung im Küchenbereich zu verselbständigen, zu stabilisieren, auszuweiten
- Küchenarbeiten zeitsparender durchzuführen, so dass mit der Zeit auch umfänglichere Rezepte gelingen
- Das sachgemäße Umgehen mit angeblich „gefährlichen“ Küchengeräten zur Selbstverständlichkeit werden zu lassen, was das Selbstwertgefühl vieler geistig behinderter Schüler enorm steigert
- Herstellen eines Gerichtes aus Fertigprodukten
- Verlängern und Verfeinern
- Abschmecken und Würzen
- Einlegen, einstreuen, in heiße Flüssigkeit einrühren
- Das Erlernen von genauem Abmessen (1 Prise Salz/Zucker; Tee = Esslöffel gestrichen voll)
- Flüssigkeitsmengen mit Messbecher abmessen
- Abwiegen mit einer einfachen Tischwaage (durch Sachunterricht vorbereiten)
- Zutaten abzählen (z.B. 5 Scheiben Schinken)
- Maßangaben wie ½, ¼, 1l sind als „Signalziffern“ bzw. als Symbole zu verwenden
- Bereitstellen der Zutaten mit Abmessen
- Vorrichten des Arbeitsplatzes mit Bereitstellen der Geräte
- Vorbereiten der Zutaten (z.B. mechanische Behandlung)
- Zubereiten der Speisen selbst
- Säubern des Arbeitsplatzes
- Anrichten der Speisen (Umfüllen in Schüsseln, Portionieren, Verzieren, etc.)
- Zusammensein ist schön
- Wir sind dankbar für die Nahrung
- Wir können uns gegenseitig helfen
- Wir lernen uns auch zu unterhalten
- Wir bedienen uns
- Wir lernen die unterschiedlichen Bedürfnisse der einzelnen Mitschüler kennen und respektieren
- Kochen 2. Ernährungslehre 3. Hauspflege 4. Wäschepflege
- Speisenfolge und Arbeitsschritte planen können
- Einkaufszettel erstellen, Vorräte prüfen, einkaufen
- Fertiggerichte und Halbfertiggerichte nach Aufdruck zubereiten
- Speisen nach Bild- und Textrezepten zubereiten
- Herd, Backofen, Mikrowelle sachgerecht bedienen
- Ordnungssysteme erarbeiten und einhalten
- Ergebnisse selbst überprüfen und bewerten
- Ernährungslehre
- Pflanzliche und tierische Nahrungsmittel unterscheiden
- Nährstoffe und Vitamine im Ansatz kennen
- Nahrungsmittel und Genussmittel unterscheiden
- Grundzüge gesunder Ernährung kennen
- Hygienegrundlagen kennen (Hände waschen, Schürze, Arbeitsplatz säubern)
- Hauspflege
- Arbeitsgeräte, Herd, Spüle, Küchenmöbel und –boden mit den entsprechenden Pflegemitteln reinigen
- Wohn- und Schlafraum pflegen in der Trainingswohnung, Bettwäsche wechseln
- Waschbecken und Toilette reinigen
- Notwendigkeit der Hauspflege und des ständigen Wiederholens erkennen
- Wäschepflege
- Wäsche nach Eigenschaften unterscheiden, Pflegekennzeichen verstehen
- Waschmaschine, Wäschetrockner, Bügeleisen, Mangel sachgerecht bedienen
- Wäsche schrankfertig zusammenlegen
- Aufhänger annähen
- Arbeit mit vielfältigen Materialien vorrangig im haptischen Bereich: Fingerfarbe, Kleisterfarben, Stoffe, Wolle, Korken usw.
- erste Schneideübungen mit der Schere, Prickeln
- Experimentieren mit Pinseln und Farbe (Tempera, Wasserfarben), Umgang mit verschiedenen Stiften
- einfache Drucktechniken, Reißen, Kleben, Pappmaché, Klecksen, aleatorische Verfahren
- grafische und malerische Flächenstrukturierungen
- plastisches Gestalten: Ton, Knetmasse, Grundformen
- Schmuck und Dekorationen gemäß der Jahreszeiten und Festen herstellen
- Farben zuordnen, sortieren, Farbspiele, Malen mit verschiedenen Farben, Farben anrühren u.v.m.
- - Objektanalyse Spielzeug
- Gelegenheit zum Kritzeln, schwungvollem und großflächigem Malen geben, beidhändiges Gestalten
- Vielfältige Sinneseindrücke durch Umgang und Experimentieren mit unterschiedlichem Materialien ermöglichen, Spuren hinterlassen
- grafische Bewegungsspiele, malerische Flächenspiele
- Farben mischen, Farbkreis kennenlernen, Farbtöne vergleichen, Arbeit mit Licht und Schatten
- Farben herstellen, Färben von Textilien
- Stempeln, Materialdrucktechniken, Collage aus Reißpapierund Naturmaterialien
- große Bilder mit verschiedenen Techniken und Materialien herstellen, Gemeinschaftsarbeiten
- Bastelarbeiten anfertigen
- mit Pinseln, verschiedenen Stiften und Kreiden, Deck- und Mischfarben, Tusche und Kohle malen,
- Formen ausschneiden und zusammenfügen, Formen und Begrenzungen erkennen und einhalten
- Papier- und Papparbeiten, Papierschöpfen
- gegenständliche und nicht gegenständliche Flächenstrukturierungen
- -Ton formen, zusammenfügen, Figuren herstellen, Gefäße formen
- Gips gießen und bearbeiten
- Pappmachéfiguren aufbauen
- plastische Flächenstrukturierungen
- Mensch- und Tierzeichnungen anschauen und anfertigen, Körperschema ausdifferenzieren
- Planen und Gestalten mit weitgehender Selbstständigkeit
- eigene Projekte gestalterisch umsetzen
- Motive entwerfen, eigene Techniken wählen, Bildaufbau
- Freier Umgang mit Farbe, eigene Vorstellungen gestalterisch ausdrücken
- Kunstwerke betrachten, Bildzeichen erkennen und benennen, von anderen Werken unterscheiden, Wiedergabe von Kunstwerken durch Bücher, Dias, Kalender,Plakaten, diese nachempfinden
- Techniken kopieren
- Museumsbesuche, Kunst am Bau
- Handhabung der Kamera, suchen des Objekts, Auslösen der Kamera
- Anschauen von Fotos
- verschiedene Einstellungen und Lichtverhältnisse ausprobieren
- Bildaufbau
- Fotomontage
- Produktives Arbeiten (Decken drucken, Vorhänge färben, Batiken)
- Raumgestaltung
- verstärkte Arbeit im Werkbereich (Holzbearbeitung)
- Weben
- Sticken
- Häkeln
- Stricken
- Knüpfen
- Nähen mit der Hand
- Nähmaschinenlehrgang
- der emotionale Aspekt: Singen macht Spaß. Es kann emotional entlasten und entspannen.
- der motorische Aspekt: Viele Lieder enthalten Elemente, die geeignet sind, in Handlung und Bewegung umgesetzt zu werden, was den SchülerInnen die Möglichkeit bietet, auf unterschiedliche Weise motorisch aktiv zu werden.
- der soziale Aspekt: Beim Singen kann Gemeinschaft erlebt werden. Die SchülerInnen lernen aufeinander zu hören, sich aufeinander abzustimmen und Rücksicht aufeinander zu nehmen. Zusätzlich gibt es bei der Gestaltung und Darstellung von Liedern vielfältige Möglichkeiten zur Beziehungs- und Kontaktaufnahme.
- der sprachliche Aspekt: Durch die Liedtexte wird z. B. das sprachliche Gedächtnis aktiviert. Korrekte Sprachmuster können vorgestellt und geübt werden. Das Sprachverständnis wird durch das Umsetzen von Liedtexten in Handlung gefördert.
- der kognitive Aspekt: Die Inhalte vieler Lieder beziehen sich auf das unmittelbare Lebensumfeld der SchülerInnen und tragen so zu einer besseren Umweltorientierung bei. Die SchülerInnen können beim Singen Wissen erwerben, wiederholen und vertiefen, z.B. über die Jahreszeiten, einzelne Tiere, Handwerksberufe u. ä..
- der fachdidaktische Aspekt: Die SchülerInnen machen beim gemeinsamen Singen vielfältige Grunderfahrungen mit den verschiedenen Elementen der Musik, vor allem mit Tonhöhe, Melodie und Rhythmus. Die Erfahrungen können noch vertieft und verstärkt werden dort, wo Lieder durch Instrumente begleitet und gestaltet werden.
- musikalisch untermalte Märchen und Geschichten selbst gestalten
- selbst Verse und Geschichten erfinden und musikalisch ausdrücken
- Musicals erarbeiten und aufführen
- Begleitend und ergänzend dazu besuchen wir Konzerte und die Oper
- Außerdem kooperieren wir mit anderen Klassen und Schulen für eine gemeinsame Aufführung
- andere Kulturen und ihre spezifischen Tänze/Reigen kennen lernen und tanzen lernen
- Tänze aus anderen Epochen (z.B. Menuette) kennen lernen
- Wir lernen tanzen (z.B. in einer Tanz-AG) und führen Tänze auf Schulfesten auf
- Instrumente kennen und benennen lernen ( z.B. anhand der Geschichte „Peter und der Wolf“)
- Klanggeschichten mit spezifischen Klangeigenschaften der Instrumente erarbeiten und darbieten
- Wir singen Lieder und begleiten sie mit Orff-Instrumenten
- Wir erarbeiten ein Repertoire an Mitspielsätzen (klassische Musik, Pop-Musik) und bringen sie zur Aufführung
- Wir lernen in diesem Zusammenhang Fachbegriffe der Musik kennen
- Wir geben auswärtig kleine Konzerte
- die Auseinandersetzung mit der eigenen Person und ihren Wünschen, Ängsten und Hoffnungen
- das Leben in der Gemeinschaft (Familie, Schule, Öffentlichkeit)
- Bewahrung der Umwelt/Schöpfung
- allgemein-gesellschaftliche Ereignisse (besondere Festtage, Feiern)
- Kennen lernen von und Auseinandersetzung mit religiösen Angeboten (Sakralbauten verschiedener Konfessionen/Religionen; religiöse Geschichten, rituelle und meditative Handlungen, . . .)
- die Frage nach Gott
- Vor- und Unterstufen:
- Grundlagen zur Körperwahrnehmung und Körpererfahrung
- Erweiterung und Vervollständigung des eigenen Körperbildes
- den Körper als Ganzes erfahren (Umrisszeichnungen, Ausmalen usw.)
- Bewusstes Wahrnehmen einzelner Körperteile (Handabdrücke, Fußpfad usw.)
- Grenzen Anderer in Bezug auf Körperkontakt akzeptieren
- Eigene Grenzen wahrnehmen und zum Ausdruck bringen
- Körperpflege
- eigenständige Körperpflege (Zähne putzen, Hände waschen, Duschen usw.)
- erkennen der Notwendigkeit von Körperpflege (positive Auswirkungen im sozialen Bereich)
- Ich und mein Körper
- Sich als Mädchen bzw. Jungen wahrnehmen
- Sensibilisierung und Akzeptanz des eigenen Körpers
- Umgang mit Gefühlen und Konflikten
- eigene Gefühle wahrnehmen und mitteilen
- Gefühle anderer wahrnehmen und angemessen damit umgehen lernen
- positive und angemessene Kontaktaufnahme
- „Nein“-Sagen
- Mittel-/Ober- und Berufspraxisstufen:
- den eigenen Körper kennen und annehmen
- sich im eigenen Körper wohl fühlen und für ihn sorgen
- Was unterscheidet Frauen und Männer? (1. Teil: äußerliche Merkmale)
- Was unterscheidet Frauen und Männer? (2. Teil: innere Geschlechtsorgane)
- Pubertät bei Jungen und Mädchen
- körperliche Veränderungen
- Geschlechtsmerkmale (Spezifika des eigenen Geschlechts: Menstruation/ Pollution)
- Körperpflege
- Gefühle
- Auseinandersetzungen mit den Eltern
- Schönheitsideale
- Unterrichtsgang zum Thema „Frauenarzt“
- Freundschaften finden und pflegen
- Privatsphäre/ Grenzen wahren
- Was heißt hier Liebe?
- unterschiedliche Formen der Liebe
- unterschiedliche Sichtweisen von Jungen und Mädchen
- Selbstbewusstsein als wichtige Basis für eine Liebesbeziehung
- Erste Liebe
- Gefühle, sich verlieben, Partnerschaft
- Wie fühlt es sich an?
- Flirten
- Liebesbriefe
- Unterschiedliche Sichtweisen von Mädchen und Jungen
- Was ist gut für eine Beziehung?
- Was stört eine Beziehung?
- Küssen, Streicheln, Selbstbefriedigung, Petting
- Inhaltliche Klärung
- Träume
- Schuldgefühle
- Das erste Mal
- Was heißt „miteinander schlafen“?
- Wann ist für beide der richtige Zeitpunkt?
- Regeln (Respekt, miteinander reden, auf die eigenen Gefühle achten)
- Was ist ein Orgasmus?
- Unterschiedliche Ansichten und Gefühle von Mädchen und Jungen
- Verhütung (Kondom, Pille, Spirale, Dreimonatsspritze, Implanon,
- Unterrichtsgang zu „pro familia“
- Sexuelle Orientierung/ Homosexualität
- Was bedeutet schwul, lesbisch oder bi?
- Vorurteile
- Gesetzliche Bestimmungen
- Coming out
- Unterstützungsmöglichkeiten
- Prominente Homosexuelle
- Ungleiche Paare
- Partner mit unterschiedlichem Alter
- Partner aus unterschiedlichen Kulturen
- Probleme
- Lösungsmöglichkeiten
- Lebensgemeinschaften (Ehe, Familie, Partnerschaft, gleichgeschlechtliche Lebensgemeinschaft)
- Welche unterschiedlichen Lebensformen gibt es?
- Was ist wichtig für eine feste Beziehung?
- Konflikte
- Streitregeln
- Eifersucht
- Selbstbewusstsein
- Treue
- Was tun, wenn Schluss ist?
- Sexueller Missbrauch und Belästigung (gefährliche Situationen, Verhaltensmöglichkeiten)
- Liebe und Gesundheit
- Aids
- Weitere Geschlechtskrankheiten
- Safer Sex
- Schwangerschaft
- Wie entsteht ein Baby?
- Geburt
- Abtreibung
- Wie stelle ich mir die Zukunft vor? (Arbeitsstelle, Wohnen, Partnerschaft, Wünsche ich mir ein Kind? Kann ich ein Kind versorgen und erziehen?)
- Sexualität in den Medien (Zeitschriften, Fernsehen)
- Bundesvereinigung Lebenshilfe für Menschen mit geistiger Behinderung (Hrsg.): Sexualpädagogische Materialien für die Arbeit mit geistig behinderten Menschen (Edition Sozial), Juventa Verlag Weinheim und München, 4. Auflage 2005
- Bundeszentrale für gesundheitliche Aufklärung / ZDF (Hrsg.): Dr. Mag love. Filme zur Sexualaufklärung in 8 Videokassetten, 1997
- Starke Mädchen. Über Lust und Frust, ein Mädchen zu sein.
- Junge, Junge… Über Lust und Frust, ein Junge zu sein.
- Schlanke Taille, breite Schultern? Von Schönheitsidealen, Pubertät und neuen Erfahrungen.
- Ich trau’ mich! Übers Ja- und Neinsagen.
- Schritt für Schritt. Vom Küssen und dem ersten Mal.
- Pille, Kondom – sonst noch was? Über Verhütungsmethoden.
- Liebe & Co. Über Freundschaften und Beziehungen.
- Ein bisschen schwanger gibt es nicht! Über Schwangerschaft, Rat und Hilfe.
- Maurer, Ingrid: Sexualerziehung ist (k)ein Kinderspiel. Materialien für den Unterricht in der Grundschule (Bergedorfer Unterrichtsideen), Persen Verlag Horneburg, 5. Auflage 2004
- Sanders, Pete und Swinden, Liz: Lieben, Lernen, Lachen. Sozial- und Sexualerziehung für 6- bis 12-Jährige, Verlag an der Ruhr Mülheim an der Ruhr, deutschsprachige Ausgabe 2006
- Statz, Marion: Liebe – Körper – Gefühle. Eine Werkstatt zum Sexualunterricht für die Klassen 3 und 4, Auer Verlag Donauwörth, 1. Auflage 2004
- Geisler, Dagmar: Das bin ich – von Kopf bis Fuß. Selbstvertrauen und Aufklärung für Kinder ab 7, Loewe Verlag Bindlach, 1. Auflage 2003
- Van der Doef, Sanderijn und Latour, Marian: Wie ist das mit der Liebe? Fragen und Antworten zur Aufklärung für Kinder ab 9, Loewe Verlag Bindlach, 2. Auflage 2004
- Müller, Jörg: Ganz schön aufgeklärt! Alles, was man über Aufklärung wissen muss, Loewe Verlag Bindlach, 3. Auflage 2006
- Majerus, Mill und Majerus, Catherine: über sex und liebe reden. Ein Ratgeber für Eltern und alle, die Jugendliche begleiten, Kösel Verlag München, 2007
- Rogge, Jan-Uwe: Von wegen aufgeklärt! Sexualität bei Kindern und Jugendlichen, Rowohlt Verlag Reinbek bei Hamburg, 1. Auflage 2006
- Förderung der Eigenwahrnehmung
- Förderung des Sozialverhaltens
- Förderung der Selbständigkeit
- eigene Fähigkeiten und Interessen entdecken
- sich sinnvoll mit sich allein beschäftigen lernen
- auswählen können
- Entscheidungen treffen
- mit Anderen spielen lernen
- Absprachen treffen und einhalten können
- Zeit als „freie Zeit“ erleben
- Erfahren, dass es freie Zeit gibt zur individuellen Gestaltung
- Zeit ohne Lehrerzentrierung sinnvoll gestalten lernen
- Kennen lernen und Erleben außerschulischer Freizeitmöglichkeiten
- erfahren, das es diese Möglichkeiten gibt
- Anbahnung von Kompetenzen zur möglichen späteren Eigennutzung
- Der Schüler soll Regelverständnis festigen und zunehmend auf Lehrerhilfe verzichten.
- Der Schüler soll Auswahl (Partner / Spiel) treffen können.
- Der Schüler soll Freizeitaktivitäten durchhalten und zu Ende bringen können.
- Der Schüler soll einschätzen lernen, welche Freizeitaktivitäten den eigenen Fähigkeiten und den Gegebenheiten entsprechen.
- Der Schüler soll Anregungen aus dem schulischen Rahmen hinaus in die Familie tragen.
- Der Schüler soll in erster Linie Spaß an der Aktivität haben und mit Sieg oder Niederlage adäquater umgehen können.
- Schwimmunterricht
- Sportunterricht
- Sport-AG´s
- Eislauf-Unterricht
- Tanzen / Musik
- Kegeln
- Billard
- Gesellschaftsspiele
- Kreatives Gestalten
- Radfahren
- Spiele für Draußen
- Außenaktivitäten
- Computerunterricht
- Hofpausen
- Auswahl treffen und dazu stehen;
- einen geeigneten Partner suchen;
- Regeln kennen und einhalten;
- das Repertoire erweitern;
- ein Spiel ohne Lehrer spielen können;
- verlieren können.
- Spielformen in die Familie tragen;
- Spiele nachspielen können;
- sich Spiele wünschen können;
- Spiele verändern und erfinden können.
- mit öffentlichen Verkehrsmitteln Freizeitmöglichkeiten in der Umgebung erkunden;
- ein Konzept für einen Ausflug erstellen:
für mich selbst und für die Gruppe; - Reflexionsfähigkeit entwickeln.
- Transfer in die Familie
- Fahrrad - AG
- Mädchen – Gruppe
- Diverse Sport – AGs
- Diverse musische AGs (z.B. Musik, Theater, Disko)
- Ausflüge
- Museumsbesuche
- Klassenfahrten
- Ski-, und Reitfreizeiten
- Öffentliche Institutionen (z.B. Bücherei)
- Gesellschafts-; Spiele
- Kooperation mit außerschulischen Institutionen (z.B. Zitty – Treff; Lebenshilfe – Disko)
- Verschiedene Freizeitbereiche kennen lernen
- Vorlieben entwickeln und ausbilden
- Wünsche entwickeln und äußern können
- Aus Angeboten auswählen können
- Gruppenentscheidungen initiieren und akzeptieren
- Regeln kennen lernen und einhalten
- Sich in unterschiedlichen (Gruppen-) Situationen angemessen verhalten können
- Außerschulische Angebote kennen lernen und nutzen können
- Freizeit als Zeit zur Erholung kennen lernen/erleben
- Freizeit als Zeit für Aktivitäten kennen lernen/erleben
- Kennen lernen und sich orientieren können in der näheren und weiteren Schulumgebung
- Die Organisation dieser Veranstaltungen bedeutet relativ unabhängig von der Zahl der teilnehmenden Schülerinnen und Schüler einen hohen Aufwand, der sich durch die Beteiligung vieler Schulen bzw. Schülerinnen und Schüler leichter rechtfertigen lässt.
- Der hohe organisatorische Aufwand ist nur von einer Gruppe zu leisten, deren Mitglieder mit Begeisterung und Engagement hinter der Sache stehen. An mehreren Schulen ist es leichter entsprechende Mitstreiter zu gewinnen.
- Das ansonsten seltene und außergewöhnliche Zusammenkommen von Schülerinnen und Schüler verschiedener Schulen zu diesem freudvollen Anlass schafft eine Atmosphäre, die das Nicht-Alltägliche auch für die Schülerinnen und Schüler erlebbar werden lässt.
- Die gemeinsame Vorbereitung und Durchführung mit den anderen Schulen fördert die Beziehungen der Schulen untereinander und bietet zahlreiche Anlässe zu persönlichen Kontakten sowie zu einem kollegialen Erfahrungsaustausch, was häufig als bereichernd und motivierend erlebt wird.
- Sportunterricht
- Unterricht in anderen Fächern
- Außerunterrichtlicher Schulsport
- Skilanglauflehrgänge (z.T. in Zusammenarbeit mit dem BSNW) in Zwiesel,
- Reitlehrgänge in Warendorf-Freckenhorst,
- die Teilnahme an Fußballturnieren (Turniere der Lebenshilfe für Geistigbehinderte),
- die Teilnahme am Hockeyturnier der Stadt Mönchengladbach,
- Freundschaftsspiele in den genannten Sportarten mit benachbarten Förderschulen GG und Lernen in und um Düsseldorf,
- die Teilnahme an den Stadtmeisterschaften der Sonderschulen im Tischtennis.
- Alle 3 Schulen sind zudem mittlerweile Mitglied bei special olympics Deutschland und haben an entsprechenden Veranstaltungen teilgenommen (special olympics national games 2000 in Berlin und 2004 in Hamburg, Spiel- und Sportfest 2003, 2004 und 2005 in Essen).
- Alle 3 Schulen beteiligen sich auch an dem Projekt “Heilpädagogisches Reiten” in Düsseldorf-Hubbelrath, das von “brücke 2000 – Verein zur Unterstützung sonderpädagogischer Förderung in Düsseldorf” als gemeinsame Aktion aller Düsseldorfer Schulen für Behinderte initiiert wurde. Im Mittelpunkt steht dabei die Einflussnahme auf die emotionale, soziale, geistige und körperliche Entwicklung der Schülerinnen und Schüler. Entscheidend dafür ist der intensive erlebnispädagogische Aspekt im Umgang mit den Tieren, während die notwendige Pflege und Versorgung der Reittherapiepferde das soziale Verantwortungsbewusstsein der Schülerinnen und Schüler fördern.
- Spiel- und Bewegungsfest (Februar/März)
- Sportfest (Mai/Juni)
- Wasserspielfest (September)
- Schwimmwettkämpfe (Dezember)
- ”alle Teilnehmer sich aktiv am Fest beteiligen können, ja das Fest geradezu vom Mittun aller Teilnehmer lebt;
- die Teilnehmer nicht an feste Plätze gebunden sind und ihre Aktivitäten nicht einem genau fest-gelegten Programm folgen müssen, sondern dass die Organisation viel Freiraum, Gelegenheit und Zeit für spontanes und kreatives Handeln lässt;
- ein Fest stets einen freudigen Anlass hat und dementsprechend Spielen, heitere Geselligkeit und Unterhaltung im Vordergrund stehen;
- ein Fest insgesamt vielgestaltiger, lebendiger als eine Feier ist, alle Sinne ansprechend, durch farbenfrohes Schmücken, durch Musik, Gesang und Tanz, durch Speise und Trank”.
- 50-m-Lauf oder alternativ
- 100-m-Lauf
- Weitsprung oder alternativ
- Standweitsprung vom Kasten
- Korbwurf (zwei unterschiedliche Höhen)
- Ball rollen
- 400-m-Lauf (für leistungsstarke Schülerinnen und Schüler)
- 400-m-Abschlusslauf für alle Schülerinnen und Schüler
- Läufe: Zeit
- Weitsprung: 2 Versuche, der weiteste Sprung zählt
- Korbwurf: 3 Versuche, Treffer werden addiert
- Ball rollen: 3 Versuche, der weiteste Versuch zählt
- Schlagball: 3 Versuche, der weiteste Versuch zählt
- 50-m-Kraul - 50-m-Brust
- 25-m-Kraul - 25-m-Brust
- 25-m-Rücken - Streckentauchen
- 25-m-Staffel, jede Schule stellt eine Staffel
- Für das Sportfest und die Schwimmwettkämpfe wird geübt und trainiert.
- Insbesondere das Spiel- und Bewegungsfest sowie das Wasserspielfest vermitteln neue Ideen und Möglichkeiten für den Sportunterricht.
- Die Schülerinnen und Schüler fordern auf den Festen kennen gelernte Spiel- und Bewegungssituationen im Sportunterricht ein.
- Der Sportunterricht verändert sich inhaltlich, d.h., seine Struktur, sein Anspruch an die Schülerinnen und Schüler, seine Zielsetzung hinsichtlich der zu erwerbenden Qualifikationen der Schülerinnen und Schüler, der Einsatz von Medien, Geräten etc. wird ein anderer.
- Der Sportunterricht wirkt sich auf die Veränderung von Unterrichts- und Pausenzeiten aus, indem z.B. andere Spielangebote gemacht, andere Spielgeräte beschafft, andere Unterrichtsziele bzgl. Bewegungslernen formuliert werden.
- Der Sportunterricht weist auf die besondere Verbindung von Lernen und Bewegen hin und führt zu Veränderungen in vielen Bereichen des Unterrichts.
- Im Piano/ Forte spielen
- Auf das vorgegebene Dirigat achten
- Tempowechsel mit vollziehen
- verschiedene Hörwerke auf Rhythmusinstrumenten begleiten können
- Melodiebögen hörend erfassen und in das eigene Spiel mit einbeziehen.
- musikalische Formverläufe gestalten
- erkennen, dass Musik durch unterschiedliche Instrumente unterschiedlich gestaltet werden kann
- erkennen, dass Musik gegliedert ist
- Melodieteile unterscheiden und wieder erkennen
- musikalische Formen hörend erkennen
- Portsmouth – Mike Oldfield (Mitspielsatz: Frau Nondorf)
- Blue Peter – Mike Oldfield (Mitspielsatz: Frau Nonodrf)
- Wonderful Land – Mike Oldfield (Mitspielsatz: Frau Nondorf)
- Afrika – Song (Mitspielsatz: Frau Nondorf)
- Tritsch – Tratsch – Polka - Johann Stauß (Mitspielsatz: unbekannte Quelle)
- Carmen – Georges Bizet (Mitspielsatz: unbekannte Quelle)
- Farandole – Georges Bizet (Mitspielsatz: unbekannte Quelle)
- Trepak – Peter Tschaikowsky (Mitspielsatz: Frau Nondorf)
- Pomp and Circumstance March No. 1 Edward Elgar (Mitspielsatz: Frau Nondorf)
- In Dulci Jubilo – Mike Oldfield (Mitspielsatz: Frau Nondorf)
- Merry Christmas Everyone – Shakin Stevens (Mitspielsatz: Frau Nondorf)
- I Believe In Father Christmas
– Emerson, Lake & Palmer (Mitspielsatz: Frau Nondorf) - Marche (Nussknacker) – Peter Tschaikowsky (Mitspielsatz in Arbeit: Fr. Nondorf/Starke Töne)
- Liberty Bell March – John Philip Sousa (Mitspielsatz in Arbeit: Fr. Nondorf/Starke Töne)
- Viva la vida – Coldplay (Mitspielsatz in Arbeit: Fr. Nondorf/Starke Töne)
- Er dient der Förderung der Wahrnehmung, Konzentration und Merkfähigkeit.
- Begriffe und Vorstellungen sollen mit Hilfe der Arbeit am Computer erworben, verfestigt und angewandt werden.
- Kreativität, Kommunikation, Sprache und Denken werden angebahnt und entwickelt und verfestigt.
- Lese-, Rechen- und Schreibfähigkeiten werden ausgebaut, geübt und in vielfältigen Bereichen umgesetzt.
- Die Bedienung des Computers und die Handhabung der angebotenen Programmfunktionen zu erlernen und sachgerecht anzuwenden.
- Durch spezielle Lern- und Spielsoftware die Lernfähigkeiten und Lernmöglichkeiten der Schülerschaft individuell zu unterstützen, zu erweitern, zu festigen und auszubauen.
- Nutzung des Internets zur Darstellung der schulischen Arbeit ( Schülerzeitung: „Lohbachexpress“, Homepage ), zur Informationsbeschaffung und zur elektronischen Kommunikation.
- Entsiegelung und Neuanpflanzung im Eingangsbereich
- Reaktivierung des Schulgartens und Anlage von Beeten
- Umbau des Gartenhauses im Schulgarten zum Schülercafe
- Fertigstellung der Küchenzeile und Innenausbau
- Bau einer Caféterasse aus zertifiziertem Holz
- Gartenpflege und Gartengestaltung
- Anlegen einer Kräuterspirale mit Grauwacke aus dem Neandertal
- Anpflanzung von Gemüse, Beerenobst, Gehölzen und Zierpflanzen
- Biologischer Anbau ohne Kunstdünger
- Kompostieren, Gartenpflege, Schneiden der Buchenhecken
- Kochen und Backen, Essen und Feiern im Cafe
- Hauswirtschaftsunterricht und Ernährungslehre im Lernort Garten
- Verarbeitung von Produkten zu Marmeladen, Suppen und Salaten
- Wartung und Reparatur von Zaun und Gartenhaus
- Bau von Rank- und Nisthilfen
- Klassenfahrten
- Klassen-, Stufen- und Schulprojekte
- Sportveranstaltungen
- Schulfeste
- Vorstellung aller Mitarbeiter der Schule
- Spiele usw.
- 10 - tägigen Skilehrgang (Langlauf) in Zwiesel und einen
- 5 - tägigen Reitlehrgang (mit Gruppenreiten, Voltigieren und Therapie) in Warendorf – Freckenhorst.
- Der Förderverein bezahlt unsere Zivildienstleistenden
- Er unterstützt Schüler und Schülerinnen mit Beträgen zu Klassenfahrten
- Er beschafft Lehr- und Lernmittel, wie z.B. Musikinstrumente
- Er hat die Skiausrüstung erneuert
- Er unterstützt die Theaterarbeit
- Er unterstützt die Arbeit der Schülervertretung und der Schulzeitung
- Er fördert das Reitprojekt
3.4 Kooperation mit außerschulischen Institutionen
Weitere Partner:
Brücke 2000
4. Konzeption
4.1 Didaktisch-methodische Grundsätze
4.1.1 Arbeit in Projekten und Vorhaben
An unserer Schule werden seit mehreren Jahren vom Kollegium, Lehramtsanwärtern und städtischen Angestellten Projekte, Projektwochen, Feste und Feiern geplant und organisiert.
Die Mitglieder der Projektgruppe wechseln je nach Thema, Interessenlage und Ziel der Planungsarbeit.
Als Grundlage unserer Arbeit dienen folgende allgemeine Richtziele für die Durchführung von Projekten und Vorhaben:
1. Art der Projekte:
2. Vorgehensweisen:
2.1. Absprachen zwischen den Teammitgliedern der Klassen und / oder Stufen:
( in Klassenkonferenzen, Stufenkonferenzen und / oder Gesamtkonferenzen )
Ziel: Einigung über Inhalt, Form und zeitlichem Rahmen.
2.2 Planung des Projektes:
2.3 Durchführung des Projektes
2.4 Reflexion des Projektes
Ziel: Arbeitserleichterung bei weiteren zu planenden Projekten zu erreichen.
Eventuelle Verbesserungen festzuhalten.
Erfahrungen auszutauschen
Kritische Reflexion vornehmen um Verbesserungen festzuhalten
Qualitätsstandart zu erreichen, zu sichern
Kriterien für die Durchführung von Projekten und Projektwochen:
1. Das Thema/Motto sollte für alle Schüler interessant sein.
2. Es sollte genügend Differenzierungsmöglichkeiten hergeben, damit alle Schüler
(Schwerbehinderte ebenso wie unsere „Grenzfälle“) sich einbringen können.3. Es sollte genug Arbeits-, Spiel-, Spaßanregungen für eine Woche bieten.
Die Projekte und Projektwoche sollten mit einem gemeinsamen Abschluss enden. Die Gestaltung des Abschluss/Höhepunktes ist abhängig vom Thema/Motto. Es könnte eine Präsentation, Dokumentation, ein Fest oder alles zusammen sein.
Wichtig ist die vorherige Organisation in Bezug auf Anwesenheit der Lehrer, der Stundenplanstruktur, der Arbeitsgruppengröße und der Einteilung der Schülerschaft (nach eigenen Wünschen, aber auch nach Zuweisung der Lehrer) in die verschiedenen Gruppen.
Wichtig ist die Durchmischung der Schüler, damit nicht nachher die Schwerstbehinderten übrig bleiben, die sich nicht äußern und für eine Gruppe entscheiden können.
Wichtig ist die Stufenöffnung. Denkbar wäre, dass ältere und jüngere Schüler zusammenarbeiten, dass LehrerInnen, die in den Berufspraxisstufen arbeiten auch den „Kleinen“ etwas anbieten oder umgekehrt.
Es sollte überlegt werden, ob, wie und wann Eltern mit einbezogen werden können.
4.1.2 Klassen- und schulübergreifende Kooperation
Für unsere Schülerschaft ist eine Öffnung gegenüber anderen Klassen und Schulen ein wichtiger Aspekt der Förderung. Die Zusammenarbeit mit anderen Klassen ermöglicht den Schülern sowohl eine selbstbestimmte Interessensfindung (z. B. AGs im Nachmittagsbereich) als auch das Lernen in homogenen Gruppen, in denen die verschiedenen Entwicklungsstufen besser berücksichtigt werden können.
Bestehende klassenübergreifende KooperationFest im Stundenplan verankert:
Der Unterricht in der Ober- und Berufspraxisstufe findet weitgehend klassen- und stufenübergreifend in einem Kurssystem statt. Der Nachmittagsunterricht ist zugunsten übergreifender AGs aufgelöst.
Angebote:
Theater-Unterricht (Mittel- bis Berufspraxisstufe), Freizeit-AG, Fahrrad-AG, Wahrnehmungstraining, Nahbereichserkundung, Bildnerisches Gestalten, Mädchengruppe, Musik-AG, Kegel-AG, Garten-AG, Textil-AG, Trimm-AG, Disco
Einmal jährlich findet schulintern ein Billardturnier statt, das von der Schülervertretung organisiert und durchgeführt wird.
Kooperation mit der benachbarten Förderschule Franz-Marc-Schule
Kooperation mit allen Förderschulen mit dem Schwerpunkt geistige Entwicklung in Düsseldorf
Kooperationen mit außerschulischen Institutionen
Besuche - Hospitationen - Praktika
Im Rahmen der Lehrerausbildung finden regelmäßig Hospitationen, Unterrichtsbesuche und Lehrproben statt. Lehramtsanwärterinnen werden auch an Verfahren zur Feststellung des sonderpädagogischen Förderbedarfs beteiligt.
Schülerinnen der Schule für Heilerziehungspflege führen regelmäßig Praktika zur Information und Vertiefung bei uns durch, ebenso Schülerinnen und Schüler von 2 Gymnasien und einem Berufskolleg, mit denen wir kooperieren.
Informations- und Blockpraktika für Studenten und Studentinnen der Sonderpädagogik kommen hinzu.
Besucher aus KiTas, Praxen oder Firmen, die uns fördern, sind willkommen, denn die Information über die Arbeit unserer Schule vermittelt breiteres Verständnis in der Öffentlichkeit.
Eltern können nach Anmeldung in der Klasse ihres Kindes hospitieren, nach Rücksprache mit der Schulleitung in jeder gewünschten Klasse.
4.1.3 Außerschulische Lernorte
Unsere Schule legt einen besonderen Wert auf Unterricht auch außerhalb des Schulgeländes. Die SchülerInnen üben sich im Umgang mit verschiedenen Verkehrsmitteln, lernen ein angemessenes Verhalten in der Öffentlichkeit und erleben ihre nächste und weitere Umgebung im direkten Kontakt. Sie erhalten Verkehrserziehung, lernen Behörden, öffentliche Einrichtungen und Freizeiteinrichtungen kennen.
Lernorte unserer Schule sind unter anderem:
4.2.1 Vor- und Unterstufe
Entwicklungsaufgaben der Schülerinnen und Schüler der Vor- und Unterstufe:
Anbahnung der Selbstständigkeit in folgenden Bereichen:
Die Inhalte sollen fächerübergreifend innerhalb von Vorhaben und Projekten vermittelt werden. Bei entsprechenden Voraussetzungen nehmen die Schüler am Lese- und Schreiblehrgang, der klassen- und stufenübergreifend stattfindet, teil.
Ziele (Beispiele) |
Inhalte (Beispiele) |
Lernbereich |
- Bilder, Symbole und Zeichen |
- bei Kim-, Versteck- und Suchspielen |
Kommunikationsfähigkeit/Sprache |
- Konzentration und Ausdauer |
- Umgang mit einfachen Würfel-, |
Arbeitshaltung |
- Anbahnung von Koordination und
|
- Bewegungsangebote in Sport, |
Motorik |
- eigene Sachen erkennen, möglichst |
- Jacken aufhängen, Tasche ins Fach |
Lebenspraktischer Bereich |
|
Ziele (Beispiele) |
Inhalte (Beispiele) |
Lernbereich |
- Freude am gemeinsamen Spiel |
- Morgenkreis: miteinander singen, Kreis- |
Sozialer Bereich/ Persönlichkeitsentwicklung |
- verschiedene Räume kennen und |
- Beim Sport, Schwimmen, Rhythmik, |
Orientierung |
|
Schwerpunkte der Arbeit in der Vor- und Unterstufe
Ziele:
* sich als eigenständige Person erfahren, Lebenszutrauen aufbauen
* lebenspraktische Tüchtigkeit entwickeln, sich selbst versorgen und zur eigenen
Existenzsicherung beitragen
* sich als Mitglied einer Gemeinschaft fühlen
* die Umwelt mit allen Sinnen wahrnehmen und erleben
* Freude am gemeinsamen Spiel entwickeln, Regeln einer Gemeinschaft akzeptieren
* Konzentration und Ausdauer erwerben
* Zeiterleben aufbauen
Richtlinienbezug:
4. Fähigkeit, sich in der Gemeinschaft zu orientieren, sich einzuordnen, sich zu behaupten und sie mitgestalten
4.2. Fähigkeit zum Zusammenleben und zu gemeinsamem Tun
4.2.2. Auf Anregung oder unter Anleitung allein oder gemeinsam etwas tun
Inhalte:
Die Inhalte sollen fächerübergreifend innerhalb von Vorhaben und Projekten vermittelt werden. Die fachbezogenen Lehrgänge (Lesen/Schreiben, Menge/Zahl) orientieren sich dabei möglichst an den verschiedenen Themen.
Wir spielen, leben und lernen in der Schule
– durch spielerisches Lernen sollen grundlegende Verhaltensweisen eingeübt werden
– elementare Erfahrungen mit Material und Gegenständen machen
Wir treten in Kontakt mit unseren Mitschülern und Lehrern
– Partner-, Rollen-, Frage- und Antwort-, Kreis- und Singspiele kennen lernen
– eigene Gefühle und Gefühle anderer wahrnehmen, akzeptieren und mit ihnen
umgehen lernen
Wir lernen unsere Schule und die nähere Umgebung kennen
– Orientierungsfähigkeit ausbauen (Unterrichtsgänge, verschiedene Räume kennen
und nutzen lernen)
Wir erleben den Jahreskreislauf anhand der Jahreszeiten und ihrer Feste
– adäquaten Schmuck, Dekorationen und Bilder gestalten
– sachbezogene Merkmale der Jahreszeiten herausarbeiten
4.2.2 Mittelstufe
Entwicklungsaufgaben der SchülerInnen der Mittelstufe:
selbstständiges Bewältigen von Schulsituationen
Ziele |
Inhalte (Beispiele) |
Lernbereich |
Konzentriertes Arbeiten über einen festgelegten Zeitraum |
Kulturtechniken, Sachkunde |
|
Selbstständiges Erledigen täglich wiederkehrender Aufgaben |
Hauswirtschaft, Lebenspraktisches Training |
|
Bewältigung des Schulalltages |
- Kennen, Akzeptieren und Einhalten von |
Menge und Zahl |
Visuell – räumliche Wahrnehmung |
- Grenz- und Strukturerkennung (z.B.
|
Kulturtechniken |
Wahrnehmung des eigenen Selbst und der Gruppe |
|
Außerschulische Lernorte |
Abbau des Mitteilungsheftes
|
(auch unaufgefordert)
|
Lebenspraktisches Training |
Selbstständiges Weiterleiten von Mitteilungen |
(auch unaufgefordert)
|
Lebenspraktisches Training |
4.2.3 Oberstufe
Entwicklungsaufgaben der Schülerinnen und Schüler der Oberstufe:
Ziele |
Inhalte (Beispiele) |
Lernbereiche |
- sich des Erwachsen Werdens bewusst werden |
„Denkmal“ zu jedem Schüler mit positiven |
Emotionalität |
- sich seiner Individualität und des Ange-nommenseins in diesen Eigenschaften |
|
Soziale Beziehungen |
- sich bewusst werden, dass man nicht |
|
Emotionalität |
- sich angenommen fühlen |
|
|
4.2.4 Berufspraxisstufe
Entwicklungsaufgaben der Schülerinnen und Schüler der Berufspraxisstufe:
Ziele |
Inhalte (Beispiele) |
Lernbereiche |
Erlernen und Anwenden von |
-Herstellen von Werkstücken zum Verkauf |
Holz Hauswirtschaft |
Kennen lernen von außerschulischen |
- Lebenshilfe Disko – Jugendzentren – Stadtbüchereien – Schwimmbäder – Beratungsstellen – Wohnformen (-heime etc.) – Banken und Behörden |
fächerübergreifender Vorhabenunterricht |
Lernen einer selbständigen Lebensführung
|
- Haushaltsführung |
Hauswirtschaft |
Aufbau von sozialen Kompetenzen |
Sexualerziehung |
4.3 Fachbezogene Lernbereiche
4.3.1 Lernbereich Sprache/ Kommunikation
Der Lernbereich "Sprache/Kommunikation" stützt sich in unserer Schule auf zwei Säulen:
Wir wollen
Unter Schriftsprache verstehen wir, in Anlehnung an Hublow, das Lesen von
Die Anbahnung, Vertiefung und Erweiterung sprachlicher Fähigkeiten im verbalen und nonverbalen Bereich (Mimik, Gestik) ist elementare Aufgabe jeglichen Unterrichts in allen Klassen und Stufen unserer Schule. Grundlage für den Sprachunterricht sind Situationen aus der Lebenswelt der SchülerInnen, d.h. Sprachunterricht findet nicht als bloße Arbeit an Sprachbuchaufgaben statt, sondern stellt Situationen des Schulalltags und des privaten und öffentlichen Lebens der SchülerInnen in den Mittelpunkt. Sprachunterricht kann deshalb nie isoliert stattfinden, sondern wird fächerübergreifend erteilt. Er umfaßt in Übereinstimmung mit Bartnitzky
1. den mündlichen Sprachgebrauch:
2. den Umgang mit Texten, einschließlich Lesen lernen:
3. den schriftlichen Sprachgebrauch, einschließlich Schreiben lernen und Rechtschreibung:
4. Sprache untersuchen, einschließlich Grammatik
Welche didaktischen Felder schwerpunktmäßig in den einzelnen Klassen oder Lerngruppen bearbeitet werden, ist abhängig von den individuellen Lernvoraussetzungen der SchülerInnen. Die unterschiedlichen Bereiche lassen sich nicht einzelnen Jahrgangsstufen zuordnen. Sie sind Module, die sich durch die ganze Schulzeit ziehen.
Besondere Lernorte an dieser Schule, in denen die SchülerInnen ihre sprachlichen Kompetenzen anwenden können, sind u.a. die Schülervertretung, die Schülerzeitung und der Theaterunterricht.
Erstlesen
Förderung der Lesefertigkeiten
Umgang mit Texten
Rechtschreiben
In allen Bereichen des Leseunterrichts wird in Übungsphasen mit verschiedenen Computerprogrammen gearbeitet, u.a.:
Momel- Leselehrgang
Der Leselehrgang „Momel“ wurde im Rahmen einer Arbeitsgemeinschaft schwäbischer Sonderschullehrer speziell für Förderschulen entwickelt. Der Lehrgang wird den Ansprüchen an der Förderschule mit dem Förderschwerpunkt Geistige Entwicklung gerecht, da die Einführung der einzelnen Buchstaben sich flexibel nach dem Lernfortschritten der Schüler richtet und die Einführung der Schriftzeichen sehr kleinschrittig und mit lauttreuem Material erfolgt. Es werden nur wenige Ganzwörter verwendet, die mit einem Rahmen gekennzeichnet sind. Ausgangspunkt ist immer der einzelne Laut. Das Schwäbische Mund-Hand-System, welches bei der Lautgewinnung einbezogen wird, fördert das ganzheitliche Lernen. Das Handzeichensystem erleichtert dabei den Schülern den ersten Umgang mit den Buchstaben und gibt eine Hilfestellung bei der Verknüpfung von Graphem und Phonem.
Einführung der Buchstaben
Motivierend für die Schüler ist der Einstieg durch eine Rahmengeschichte mit der Momelhandpuppe. Die Gewinnung des Lautes erfolgt dabei auf auditiver, visueller und sprechmotorischer Ebene. Groß- und Kleinbuchstaben werden gleichzeitig eingeführt. Der Laut wird mit dem Schrift- und Handzeichen (Schwäbisches Mund-Hand-System) verknüpft. Das Schriftzeichen wird über die Darbietung und Analyse der Form und durch die Analyse des Graphems aus den Ganzwörtern gelernt. Dabei wird das Graphem betrachtet und beschrieben.
Inhalt
Im Vordergrund steht die Identifikationsfigur Momel aus dem Momelland. In den rahmenbildenden Geschichten erlebt Momel viele lustige Alltagssituationen in Familie, Freizeit und Schule. Die Texte und Bilder sind kindgemäß und sehr ansprechend gestaltet, wobei der Inhalt an die Sprachentwicklung der Kinder angepasst ist und sich an ihrer Lebenswelt orientiert. Momel wird so zu einem Vorbild beim Lernen und beim Verhalten in Schule, Familie und Freizeit.
Material
Der Leselehrgang besteht aus 3 Fibelbänden. Im ersten Band steht die Gewinnung der Lesefähigkeit im Vordergrund, der zweite Band dient der Verbesserung der Lesetechnik und im dritten Band liegt der Schwerpunkt auf der Verbesserung der Sinnerfassung. Da am Anfang sehr intensiv an der Einführung der ersten Buchstaben gearbeitet wird, enthält der erste Band nur 9 Buchstaben. Dabei werden leicht zu artikulierende Laute zu Beginn eingeführt und schwierigere Laute und seltene Buchstaben später vermittelt. Laut- und formähnliche Buchstaben sowie stimmhafte und stimmlose Laute erfolgen im größeren Abstand voneinander. Bei der Illustration und beim Layout wurde darauf geachtet, dass die Seiten übersichtlich, ansprechend und kindgemäß gestaltet sind. Das Lehrerhandbuch bietet außerdem Kopiervorlagen zur auditiven und visuellen Analyse und Lokalisation sowie zusätzliche Leseangebote.
In jeder Klasse gibt es das Lehrerhandbuch sowie den Druckschriftlehrgang aller drei Bände. Zusätzliches Unterrichtsmaterial wie die Momelgeschichten, Momel übt Auge-Hand, ein Liederbuch und Momllieder auf CD sind ebenfalls an der Schule
vorhanden und können ausgeliehen werden. Die zwei attraktiven Momelpuppen, die sehr ansprechend und hoch motivierend für die Schüler sind, werden unter den Klassen weitergegeben, denn sie sind Bestandteil fast jeder Unterrichtsstunde.
4.3.2 Unterstützte Kommunikation
Seit dem Schuljahr 2003/2004 arbeiten wir in dem Themenschwerpunkt „Unterstützte Kommunikation“.
Alle Schüler, Lehrer und Eltern sollen mit der Unterstützen Kommunikation bekannt, vertraut und nach individuellen Möglichkeiten handlungsfähig gemacht werden. Nicht sprechende SchülerInnen sollen durch diese spezifische Entwicklungs- und Strukturierungshilfe zur aktiven Teilhabe am sozialen Leben befähigt werden.
Der Bereich der Unterstützte Kommunikation umfasst:
Die schuleigene Gebärdensprache (angelehnt an die deutsche Gebärdensprache) wurde in enger Kooperation mit der Förderschule Geistige Entwicklung II als lautsprachbegleitende Gebärden festgelegt. Durch Fortbildungen, regelmäßige Wiederholungen der Gebärden vor Konferenzen und Einarbeitung sowie Austausch in jedem Klassenteam wird das Erlernen der Gebärden im Kollegium gesichert und weiterentwickelt. Ab dem Schuljahr 2006/2007 werden die Gebärden laut Beschluss der Gesamtkonferenz bereits mit dem Beginn der Vorstufe einheitlich eingeführt.
Darüber hinaus wird an unserer Schule eine entsprechende Schulbeschilderung konzipiert sowie die Einführung von technischen Kommunikationshilfen nach und nach entwickelt und im Schulalltag etabliert wird. So wird es möglich, dass die SchülerInnen vielfältige Möglichkeiten erhalten, sich mitzuteilen, zu verständigen und am Schulleben zu beteiligen.
Die Arbeitsgruppe „Unterstütze Kommunikation“ koordiniert durch regelmäßige Treffen die Erstellung der Schulbeschilderung, die Erweiterung und Festigung des Gebärdenwortschatzes sowie die Einführung technischer Hilfsmittel (z. B. Talker) und deren Anwendung im Unterricht.
Um eine einheitliche Nutzung der Gebärden zu gewährleisten, wurde ein Gebärdenwortschatz festgelegt. Um dieses Vokabular für alle KollegInnen und SchülerInnen verfügbar zu machen, wurde eine Gebärdenkartei erstellt, die auf CD für alle einsehbar ist und in den Klassen in Karteiform (fotografierte Gebärde und Symbol des jeweiligen Begriffs) vorliegt., ebenso wurde in Kooperation mit anderen Förderschulen eine filmische Gebärden-CD erstellt, die allen Eltern. Lehrern und Schülern zur Verfügung steht.
Die Arbeitsgruppe liefert Ideen zur Anbahnung von Unterstützter Kommunikation, indem sie als Ratgeber im Unterricht zur Verfügung steht und mediale Anregungen (z.B. Spiele, Talker) zum Umgang mit Unterstützter Kommunikation in Konferenzen gibt. Darüber hinaus werden verschiedene Vertreiberfirmen eingeladen, die ihre Produkte (z.B. MinTalker, SuperTalker, SmallTalker, PowerLink, diverse Software) vorstellen.
Als technische Hilfsmittel sind an der Schule momentan mehrere GoTalks, Big Macs und All-Turn-It-Spinner und das Computer-Lernprogramm TOM angeschafft worden.
4.3.3 Lernbereich Mathematik
Im Mathematikunterricht sollen die SchülerInnen, einfache räumliche Vorstellungen aufbauen und mathematische Denkweisen erwerben. Hierbei sollen möglichst viele Erfahrungsebenen einbezogen werden.
Die Basis im mathematischen Bereich besteht aus konkretem Handeln und lebenspraktischer Bedeutsamkeit.
Unabhängig von Alters- und Klassenzugehörigkeit steht die individuelle Förderung des einzelnen im Vordergrund.
Bei Bedarf werden SchülerInnen regelmäßig auch rein mathematische Aufgaben angeboten. Dabei finden unterschiedlichste Medien Berücksichtigung (reale Gegenstände, Spiele, Arbeitsblätter, Computer, etc.).
Der Mathematikunterricht an unserer Schule umfasst folgende Bereiche:
1. Raum
2. Pränumerischer Bereich
3. Numerischer Bereich
4.3.4 Lernbereich Verkehrserziehung
Schwerpunkte in der Vor- und Unterstufe:
Bewegungserziehung
Sicherheitserziehung
Sozialerziehung
Erste Unterrichtsgänge in die Verkehrs-
wirklichkeit
Fahrübungen mit Dreirädern, Kettcars,
Dreirädern
Schwerpunkte in der Mittelstufe:
Fahrübungen mit Zweirädern, Kettcars,
Parcours im Schonraum Schulhof.
Ziel ist Koordinationstraining und Gleichgewichtsschulung.
Erstes kennen lernen von einfachen Verkehrsregeln und Verkehrszeichen
Schwerpunkte in der Ober- und Berufspraxisstufe:
Schulwegtraining
Radfahrtraining auf dem Schulhofparcours
und in der Verkehrswirklichkeit in der
Schulumgebung
Radtouren über den Stadtteil hinaus.
Radfahrausbildung unter Einbeziehung
und Beratung der Polizei/ Jugendverkehrs-
schule Rath
Projekt: Fahrradwerkstatt mit einfacher
Reparatur und Wartung der
Schulräder
Gesamtziel: Zurechtfinden in der Verkehrswirklichkeit
Kenntnis der Verkehrsregeln
Kenntnis von Verkehrsschildern
Übersicht und Rücksichtnahme im Straßen-
verkehr
Orientierung in der Schulumgebung und im
Stadtteil
Selbständigkeitserziehung
4.3.5 Lernbereich Werken
Die Erschließung des „Materiellen“ und das Erlernen seiner Handhabung erfordert, besonders an einer Schule unseren Typs Unterrichtsformen, die den Entwicklungsstand der einzelnen SchülerInnen berücksichtigen und über ein bloßes spielerisches Hantieren bzw. kreativen Umgang mit Sand, Wasser, Naturprodukten, Bastelmaterial, Papier, Knete, Holz, Tonerde, Stein etc. hinaus zu gehen haben, aber ebenso weit über einer zweckgebundenen, produktorientierten Arbeitslehre stehen müssen.
Zwischen Spiel und Arbeit, in Abgrenzung zur Kunst wie zur Arbeitslehre, entfaltet sich die fachorientierte Unterrichtsform: Werken. Theoretisch wie praktisch gesehen, versucht man dieses Fach seit siebzig Jahren immer neu zu formulieren und mit dem einen oder anderen Schwerpunkt zu befrachten. Entweder zu Gunsten künstlerischen Tuns, bei dem das Werkprodukt ein Unikat, d.h. das Resultat einer spontanen Auseinandersetzung mit Material darstellt, oder zu Gunsten einer Reihe vorgegebener Produkte, die in der Fertigung sich gefällig, dem allgemeinen, anonymen Geschmack (für Bazare, etc.) anpassen.
So berechtigt diese Positionen aus einer gewissen Sicht auch sein mögen, Ausgewogenheit ist in diesem Fach nur durch eine prozessorientierte und nicht eine produktorientierte Didaktik zu gewährleisten, denn nur die erstgenannte kann sich den jeweiligen Anforderungen und Fähigkeiten unserer FörderschülerInnen anpassen und ihnen zu Fertigkeiten auf diesem Gebiet verhelfen, ohne sich hemmend auf ihre Entwicklung auszuwirken. Ein Werksprodukt dieser Art trägt unmissverständlich
Spuren des jeweiligen Entwicklungsstandes der SchülerInnen.
Vorbereitung auf die konkrete Arbeitswelt der SchülerInnen kann nicht nacktes alleiniges Ziel des Werkunterrichtes sein. Dieses Ziel, wenn auch ein wichtiges, ist nur ein Aspekt der didaktischen Bemühungen. Im Mittelpunkt steht viel eher die Vermittlung des Erlebnisses sowie der Erkenntnis (soweit wie es geht).
Durch Einwirkung auf Grundmaterialien erschafft der Mensch sich eine neue, vor dem Handeln nur in der Phantasie existierende „Ding-Welt“, die eigene oder fremde Bedürfnisse befriedigt, seine diese ästhetischer, spielerischer, technischer oder gebrauchtbetonter Art.
In diesem Prozess des Einwirkens begegnet die zielgerichtete Phantasie über die Hand Widerständen, die materialspezifischer Art sind und deren Überwindung meistens nur mit Hilfe von geeigneten Werkzeugen zu gewährleisten ist.
Nicht das Material jedoch mit seinen Sachzwängen bestimmt letzten Endes den Unterrichtsinhalt und -verlauf, sondern Werkprobleme, deren Lösung den SchülerInnen tiefere Erfahrungen und Einsichten in unsere Lebenswirklichkeit zu vermitteln vermag (s. Barais).
Die Aufgabenfelder spiegeln handwerkliche, technische und ästhetische Phänomene sowie für die dingliche Welt typische Gegebenheiten wieder (s. Klöckner).
Der Mensch (in seiner Entwicklungsstufe) – das Rohmaterial – das Werkzeug bilden das Dreieck, in dem sich prozessorientiertes Werken methodisch bewegt. Das reicht von der Vermittlung elementarster Erfahrungen der Spiel- und Hantierstufe bis hin zum geplanten Entwurf und seiner konkreten Fertigung (Funktionstüchtigkeitsstufe) und macht die Lehr- und Lernspanne deutlich, in der sich die Werkaufgabenfelder zu entfalten haben.
Werkunterricht in den verschiedenen Stufen
Die Auseinandersetzung mit den Werkproblemen erfolgt zunächst in begrenzten und überschaubaren kindgemäßen Aufgabenstellungen (Unterstufe und jüngere Mittelstufe) und später (ältere Mittelstufe – Oberstufe) in komplexer werdenden Situationen, in die auch Überlegungen über Sinn und Zweck (Oberstufe – Werkstufe), Funktion und Form des Werkgegenstandes und zur Planung der Arbeitsabläufe eingehen.
Die Abstufung folgt der normalen kindlichen Schulentwicklung, nur viel langsamer wegen der verzögerten Entwicklung unserer Schülerschaft. Wobei sich immer innerhalb einer und derselben Werkgruppe sehr unterschiedliche Stadien finden lassen und deshalb Werkaufgaben äußerst differenziert gehandhabt werden müssen.
Es kann sein, dass ein Schüler der jüngeren Mittelstufe Fähigkeiten zeigt, die sich auf der Ebene der Funktionstüchtigkeit bewegen und Schüler der Oberstufe, die in der kindlichen Hantierstufe verharren. Mit nur vom Lehrer festgeschriebenen Aufgaben und Produktionszwänge, auch wenn diese sich der allgemein verzögerten Entwicklung anpassen, werden für den Einzelnen Entwicklungschancen verpasst, wenn es nicht gelingt, im Prozess des Herstellens eines vielleicht äußerlich gleichen Herstellungsobjektes genügend Raum für Individuelles zu gewährleisten.
Das zu Anfang der Werkerziehung angebrachte Experimentieren mit den verschiedensten Materialien „...regt die Schüler zu phantasievollem Gestalten an und differenziert ihre Wahrnehmungsfähigkeit.“
Tastsinn und Augen werden für die Eigenschaften und Verwendungsmöglichkeiten der unterschiedlichen Werkstoffe empfänglich: Der Lehrer lässt so weit wie möglich die Schüler frei arbeiten, experimentieren und im Spiel erfinden. Freie und gelenkte Phasen des Unterrichts wechseln einander ab. Gewonnene Erfahrungen und Fertigkeiten sind stetig zu vervollkommenen, das Materialangebot allmählich zu erweitern.“
„So bald das Interesse der Schüler an sachgerechter und zweckgerichteter Formgebung wächst, wird ihre Arbeit letztendlich zu einem zielbewussteren Werken, so dass auch gelegentlich Werkskizzen dazu beitragen können, einen Arbeitsablauf im Voraus zu klären und die Form des Gegenstandes zu bestimmen. Ziel ist es, den Schüler zu befähigen, eigenständig, planvoll, sorgfältig und ausdauernd zu arbeiten.“ (Bareis „Werken“ 1994, S.8f.)
Selbst wenn dieses Ziel bei den meisten unserer SchülerInnen (in Punkto Eigenständigkeit ) nicht voll befriedigend erreicht werden kann, so kann es bei einigen angestrebt werden.
Bei fast allen SchülerInnen kann aber durch entwicklungsförderndes Werken gelingen, den Übergang von der kindlichen Hantierstufe, selbstbezogenen Spielens zur Stufe der Herstellung funktionstüchtiger Objekte für andere und so Verständnis für die soziale Bedeutung hergestellter Gebrauchsgegenstände zu schaffen, dessen Frucht u.a. sich als Arbeitsreife kundtut.
Was aber viel wichtiger und lebensbedeutsamer für unsere Schülerschaft ist, ist die Förderung der Selbstentfaltung durch die Auseinandersetzung mit der Dingwelt mittels prozessorientiertem Werken, denn das erhält die Intelligenzleistung, die Kooperation zwischen Denken und Handeln beweglich und erweitert das Problemlösungspotential gegenüber dem Alltag.
Beschneidet man diese persönliche, fortschreitend abgestufte Auseinandersetzung der SchülerInnen mit Werkproblemen zu früh, in dem man z.B. in der Werkstufe nur Teilarbeitsvorgänge und fest vorgeschriebene Formen des Handels im Werkbereich
anbietet, verringert sich die Handlungskompetenz erheblich, die Problemlösungsbereitschaft verkümmert, beides zugunsten einer routinierten Arbeitsgewöhnung. Etwas das nicht in der Schulzeit, die durch dynamische Prozesse des Lernens ausschließlich verstanden werden sollte, gehört: „Lernen des Lernens“ Bildungskommission NRW.
Aus den Erfahrungen bzw. Versuchsreihen und Studien von PARNITZKE, WESSELS, A. FÖRTSCH, STÜCKRATH, REMPLEIN, O. KROCH, A. BAREIS, die aus psychologischer wie auch fachpädagogischer Sicht vorgenommen wurden, um das Schülerverhalten im Umgang mit Material in Entwicklungsschritten zu erfassen und auch aus meinen eigenen Beobachtungen läßt sich für die Entwicklung des Werkunterrichtes in den verschiedenen Schulstufen an unserer Schule folgendes ableiten bzw. feststellen:
Spontan im Experimentiermodus auftretende Verhaltensweisen.
Hier wird das Material nicht verändert, sondern assoziativ als Spielobjekt benutzt. Z.B.: Ein Brett, das schwimmt, ist ein Schiff; ein Rundholz ist ein Fernrohr; ein Stock ist ein Pferd; ein Holzblock ist ein Handy, etc.
Diese Phase (Normalfall 3 bis 5 jährige) findet sich bei vielen unserer SchülerInnen noch in der Unter- bis jüngeren Mittelstufe. In Einzelfällen darüber hinaus. Sie kann perseverieren und im selben Kind mit anderen Entwicklungsstufen gleichzeitig fortbestehen.
Entwicklungsfördernd und zu einer altersgemäßen Verhaltensweise hinführend ist die Beschäftigung innerhalb des Klassenverbands während der Vor- und Unterstufe mit Spielen, die diese Phase sowohl ausreizen wie den Übergang zur nächsten Stufe für den einzelnen Schüler erleichtern: Papier, Knete, Teig, Farben. Kleister sowie alle Natur- und Zivilisationsprodukte wie Eicheln, Kastanien, Kartoffeln, Wurzel- und Zweigwerk, aber auch Kisten, Kästen, Büchsen, Flaschen, Schachteln, Dosen, Röhrchen, Flaschen, Kugeln und andere Reste können in werkorientierten Unterrichtsstunden viel beitragen zu einem analysierenden und zugleich synthetisierenden Umgang mit Objekten, der in die nächste Stufe mündet.
Sie zeigt im Normalfall (nach Wessel) folgende Stadien:
Bei unseren SchülerInnen zeigt sich eine starke Unregelhaftigkeit in der Aufeinanderfolge der Stadien bzw. eine individuell sehr unterschiedliche Verzögerung ihres Auftretens. Im Allgemeinen lässt sich feststellen, dass das letzte Stadium „die Funktionstüchtigkeit“ bei den meisten SchülerInnen während freier Experimentieraufgaben, bei denen bereits eine gewisse Erfahrung in der Handhabung von Werkzeug vorhanden ist, nicht mit 12 Jahren spontan auftritt sondern erst ab 16 möglich wird.
Für das Merkmalstadium ist charakteristisch: die Fähigkeit der Phantastischen Synthese (Remplein). Sie dominiert bei unserer Schülerschaft idR. ab der Mittelstufe, erhält sich lang neben einer vorlogischen, intuitiv – ganzheitlichen Auffassung der Dingwelt des Kleinkindes, d.h. die Schüler werden fähig zu einer für 5jährige selbst
verständlichen Teilanalyse von Gegenständen, die bei der Herstellung selbst gewählter Objekte die auffälligsten Merkmale der Wirklichkeit herausstellt und in einer Art phantastischern Realismus (O.Kroch) zusammenfügt. (z.B. bereits durch Zufall geformte Abfallhölzer werden nach einem Merkmal ausgewählt, andere Teile drum herum assoziiert und miteinander kombiniert zu einem Ganzen, ohne Rücksicht auf Größenverhältnisse, Funktion, Ästhetik, Fertigungszustand und dergleichen.)
Die SchülerInnen können also markante Darstellungsmöglichkeiten in vorgeformtes Material „hineinsehen“ und drum herum improvisiert „montieren“. Sachgerecht und vollständig planen aus Rohmaterial können sie freilich ohne Hilfe nicht, auch nicht während des nächsten Stadiums.
Stadium der Bildhaftigkeit:
Hier löst ein „naiver Realismus“ den phantastischen ab (E. Spranger). Ab der älteren Mittelstufe lässt sich beobachten, wenn sich die erste Phase austoben konnte und die Erfahrung mit Material und Werkzeughandhabung zunehmen konnte mit Hilfe gelenkter Werkübungen, dass i.d.R. die SchülerInnen das für sie Wesentliche selbstsicher umsetzen.
D.h.: Das optisch wirksame, die Summe aller Merkmale werden in eine Bildordnung gebracht. Objekte (Spielzeug) werden mit einer Fülle von Einzelheiten ausgeschmückt. Die Größenverhältnisse (Auto, Flugzeug, Kran etc.), die „Massen“ werden besser aufeinander bezogen. Im Mittelpunkt steht aber der optische Gesamteindruck, keineswegs die Funktionstüchtigkeit.
Stadium der Funktionstüchtigkeit:
Hier setzt sich allmählich eine Art kritischer Realismus durch. Bei den meisten unserer SchülerInnen zeigt sich spontan erst ab der Oberstufe eine „objektive“ Selbstkritik an selbsthergestellten Objekten. Sie erkennen Unstimmigkeiten und Probleme von selbst. Das tritt meistens zusammen mit wachsendem Interesse für Gebrauchsgegenstände und handwerklich -–sachgerechte Fertigung auf.
Werden die vorausgegangenen Phasen nicht genügend ausgelebt, gelenkt und bewußt entwickelt (auf der Spielzeugebene z.B.) ist für die Schülerschaft der Übergang zum eigentlichen „Werken“ kaum mitvollziehbar, und die Frühstadien setzen sich immer wieder durch bis in die Werkstufe hinein.
Die Werkaufgaben , die Problemstellungen in den verschiedenen Stufen haben den hier dargestellten Entwicklungsphasen Rechnung zu tragen und zugleich dem in der Normalentwicklung angelegten „kritischen Realismus“ so weit wie möglich zum Durchbruch zu verhelfen.
Die Planungsfähigkeit, die Skizzierung, die vorbereitende Arbeitsaufteilung, die sachlich notwendige Reihenfolge der Arbeitsschritte muß von Anfang an angelegt, trainiert und gefördert werden, d.h. von der älteren Unterstufe an sind sowohl Experimentierphasen (u.a. zur Kontrolle), wie gelenktes Arbeiten von Nöten, wobei die gelenkten Aufgaben in überschaubaren Schritten, dem Entwicklungsstand angepasst gestaltet werden müssen, damit die Phantasie und die Sach-Wirklichkeit langsam zur Deckung kommen im Herstellungsprozess.
Werkunterricht an der Förderschule Geistige Entwicklung bewegt sich immer zwischen spielerischem Hantieren, Basteln, Bauen und Gestalten, zwischen kreativem Umgang mit Naturmaterialien, Papier, Knete, Sand, Holz etc. und einer fachorientierten Arbeitslehre.
Die Auseinandersetzung mit Werkproblemen erfolgt an unserer Schule in den Vor- und Unterstufen zunächst in begrenzten und überschaubaren kindgemäßen Aufgabenstellungen.
Später in der Mittelstufe werden die Unterrichtssituationen komplexer. Erste Materialerfahrungen mit dem Werkstoff Holz und den dazu gehörenden Werkzeugen, wie Hammer, Säge, Schleifpapier u.a. werden im spielerischen und kreativen Sinn gemacht.
In den Ober- und Berufspraxisstufen kommen Überlegungen über Sinn und Zweck, Funktion und Form des Werkgegenstandes und Gedanken zur Planung der Arbeitsabläufe hinzu.
Pädagogisches Ziel in allen Stufen ist die Selbstentfaltung und die Entwicklung der Gesamtpersönlichkeit durch die alters- und entwicklungsbezogene Auseinandersetzung mit der „Dingwelt“.
In der Ober- und Berufspraxisstufe wird schwerpunktmäßig mit dem Material Holz gearbeitet. Unsere Schule hat eine hierfür speziell eingerichtete Werkstatt mit den entsprechenden Maschinen und einem Holzlager. Alle wichtigen Grundtechniken der Holzbearbeitung werden angebahnt und vertieft:
Die Planung der Werkstücke hängt von den Vorstellungen der SchülerInnen, der Nachfrage, der Jahreszeit und der Umsetzbarkeit im Unterricht ab.
Die Angebotspalette unserer Werkstücke umfasst: Nistkasten, Vogelfutterhaus, Fledermauskasten, Hundehütte, Weihnachtskrippen mit Figuren, Spielzeugautos, Kindergarderoben, Figuren zum Aufhängen, Stiftehalter und Schneidebretter in Tierformen aus Buchenholz etc.
Die Arbeiten werden auf Schulfesten, Basaren oder dem Weihnachtsmarkt in Gerresheim, wo wir jedes Jahr eine Bude bestücken, verkauft. Die SchülerInnen stellen auch Werkstücke als Auftragsarbeiten her.
4.3.6 Lernbereich Hauswirtschaftslehre
Angestrebte Ziele in der Vor- und Unterstufe
Die Schüler lernen die Küche als Lernort kennen und versuchen sich in ihm zurecht zu finden.
Die Schüler üben Verhaltensweisen, die bei der Nahrungszubereitung zu beachten sind z.B.:
Die Anbahnung von grundlegenden küchenspezifischen Fertigkeiten aus dem Bereich der Selbstversorgung beinhaltet:
Angestrebte Ziele ab Mittelstufe
Nach dem Erlernen und Festigen der Grundfertigkeiten sollen nun Rezepte, ihre Bedeutung, Vermittlung und Anwendung im Vordergrund stehen
Dabei werden:
Die Rezepte werden gegliedert in:
Dabei ist das Ziel und die Chance:
Wichtige Lernziele bei der Zubereitung von Rezepten sind z.B.:
Der Schüler muss durch den Unterricht ein Handlungsschema erlernen und an bestimmte Vorgehensweisen gewöhnt werden.
Dabei spielen folgende Teilschritte eine Rolle:
Informieren über das Rezept
Dem Essen selbst ist besondere Aufmerksamkeit zu schenken, nicht nur der Kultivierung der Esssitten wegen, sondern auch um des sozialen Aspektes willen:
Angestrebte Ziele am Ende der Schulzeit
Bereiche:
1. Kochen
Die Schüler sollen wissen, wo sie Hilfe bei Problemen und Unterstützung in allen o.a. Bereichen finden können (Medien und Personen)
Angestrebtes Ziel: Einen eigenen Haushalt selbstständig führen können
4.3.7 Lernbereich Kunst / Ästhetik
Der Lernbereich Kunst/Ästhetik begleitet die SchülerInnen durch ihre gesamte Schullaufbahn.
Neben dem Aufbau von Fertigkeiten in unterschiedlichen Bereichen (Grob-, Fein- und Psychomotorik, gesamter Wahrnehmungsbereich, Kommunikation / Sprache, Kognition, emotionaler Bereich, Sozialverhalten ) geht es vor allem darum, ein bildnerisches Symbolverständnis und eine ästhetische Ausdrucksfähigkeit zu entwickeln, mittels derer individuelle Aussagen gemacht werden können.
Dies wird durch die Verknüpfung der verschiedenen Bereiche erreicht.
Die Auseinandersetzung mit Formen und Farben und die Anbahnung und Ausübung unterschiedlichster Gestaltungstechniken, die den Entwicklungsstand der SchülerInnen aufgreifen, stehen in aktiver Auseinandersetzung mit deren Umwelt und Lebenswirklichkeiten.
Die Umsetzung dieser Erfahrungen schafft für die SchülerInnen neue und kreative Ausdrucksmöglichkeiten, wobei sie den Umgang mit Materialien und Werkzeugen kennen lernen und entsprechend erweitern.
Der Lernbereich baut sich auf, indem von einfachen Gestaltungstechniken ( einfache Druckverfahren, Flächenstrukturierungen, Klecksbildern, plastisches Gestalten usw. ) und aleatorischen Verfahren hin zu komplexeren Methoden, Zeichenentwicklung, Menschdarstellung, ein bildhaftes Erleben möglich gemacht wird.
Um Erfolgserlebnisse und den Spaß an der ästhetischen Sache zu fördern, werden sonderpädagogische Maßnahmen wie Komplexreduzierung, Individualisierung, kombinatorische und erlebnisorientierte Maßnahmen eingesetzt.
Vor- und Unterstufe (Beispiele)
Ziele |
Inhalte / Methoden |
Elementare Erfahrungen mit Materialien und Werkzeugen sammeln |
|
Anbahnung von ersten Gestaltungstechniken |
|
Einfache Bastelarbeiten ausführen |
|
Grundfarben erkennen und unterscheiden |
|
Ästhetisches Zeichen- und Symbolrepertoire entwickeln |
Mittelstufe (Beispiele)
Ziele |
Inhalte/ Methoden |
Farblehre |
|
Längerfristiges Arbeiten an einem Objekt/ Projekt |
|
Sachgerechter Umgang mit Materialien und Werkzeugen, Gestaltungsmöglichkeiten ausbauen und festigen |
|
Dreidimensionales Gestalten |
|
Bild- und Symbolzeichen weiter entwickeln |
Ober- und Berufspraxisstufe (Beispiele)
Ziele |
Inhalte/Methoden |
Gestaltungstechniken möglichst selbstständig anwenden, eigene Vorstellungen gestalterisch ausdrücken |
|
Bildwerke aus dem Bereich der Kunst erleben und Interesse daran entwickeln (Bildbetrachtung) |
|
Fotografieren |
|
Themen- und projektorientiertes Handeln im Hinblick auf die spätere Berufstätigkeit und Freizeit |
4.3.8 Lernbereich Textilgestaltung
Im Lernbereich Textilgestaltung steht die lebenspraktische Anwendung fachspezifischer Techniken in alltäglichen Lebenssituationen im Vordergrund. Daher besteht eine enge Verzahnung mit den Lernbereichen Kunst/ Ästhetik, Hauswirtschaftslehre und Sachunterricht. In den älteren Klassen finden hauptsächlich die Förderschwerpunkte Lern- und Arbeitsverhalten, in den jüngeren Klassen Wahrnehmung und Motorik Berücksichtigung.
In der Unterstufe stehen vor allem Erleben und Verändern im Vordergrund, wobei der spielerische, phantasievolle Zugang zur unmittelbaren textilen Umwelt in Form von Kleidung und Verkleidung sowie die aktive Gestaltung des Klassenraumes und der Schule Schwerpunkt ist.
In Mittel- und Oberstufe verlagert sich der Schwerpunkt zunehmend auf die sachlich-fachliche Auseinandersetzung mit Textilien in ihren verschiedenen Erscheinungsformen und das Schmücken, Herstellen und Verarbeiten textiler Flächen.
Das Einüben verschiedener Techniken steht hierbei im Vordergrund:
Die Klassen der Flexiblen Ober- Berufspraxisstufe bessern im Rahmen des Nähmaschinenlehrgangs die Flickwäsche der Schule aus (Hand- und Trockentücher) und erlernen anhand praktischer Beispiele die Reparatur kleinerer Schäden an der eigenen Kleidung (Hosen kürzen, Löcher mit Flicken stopfen, Knöpfe annähen etc.).
4.3.9 Lernbereich Musik
4.3.9.1 Chor / Gemeinsames Singen
Dem gemeinsamen Singen wird im Rahmen des Musikunterrichtes an unserer Schule eine große Bedeutung zugemessen.
Es trägt unter verschiedenen Aspekten zur Förderung der SchülerInnen bei.
Folgende Aspekte sind besonders zu nennen:
Singen als Möglichkeit der Freizeitgestaltung kann für manche SchülerInnen auch ein Ansatz sein, sich in das soziale Leben außerhalb der Schule einzubringen und dort mit anderen Menschen in Kontakt zu kommen.
Das gemeinsame Singen findet klassen- oder stufenübergreifend statt.
4.3.9.2 Musik umsetzen
Musik kann etwas erzählen
Tänze
Instrumentenkunde
Wir führen intern und an anderen Schulen das Erlernte auf: z.B. Einschulung, Entlassfeier, Jubiläumsfeiern, Weihnachtsfeier, Karneval und Adventsfeiern.
Musik machen
Neben dem wichtigen Bereich des Singens bietet der Lernbereich Musik viele bedeutsame Betätigungsfelder. Der Unterricht ist ein wichtiger Baustein der Ästhetischen Erziehung an unserer Schule. Die dort erworbenen Kenntnisse und Fähigkeiten finden ihre Anwendung, Vertiefung und Weiterentwicklung in allen anderen Lernbereichen.
4.3.10 Lernbereich Religion
An unserer Schule wird ein christlicher Religionsunterricht erteilt. In der Vor-, Unter- und Mittelstufe findet der Religionsunterricht im Klassenverband statt. In der Ober- und Berufspraxisstufe ist Religion ein klassenübergreifendes AG-Angebot auf freiwilliger Basis für interessierte, religionsmündige SchülerInnen.
Zusätzlich zum Religionsunterricht veranstaltet die Schule regelmäßig in den benachbarten christlichen Kirchen Schulgottesdienste, die dem gemeinsamen Ausdruck religiösen Lebens und Erlebens dienen und dazu verhelfen, vor allem auch am Jahreskreis orientierte Inhalte und religiöse Feste zu thematisieren und zu feiern. Diese Gottesdienste sind in der Regel schulübergreifend, d. h. sie werden in Zusammenarbeit mit Schule II vorbereitet und gestaltet.
Im Mittelpunkt des Unterrichts in der Vor-, Unter- und Mittelstufe stehen menschliche Grunderfahrungen wie Freude, Angst, Krankheit u. ä. sowie zwischenmenschliche Grundsituationen wie Familie, Freunde, Streit und Versöhnung etc.. Durch den handelnden Umgang mit elementaren christlichen Symbolen (Licht, Wasser, Brot . . .) und Symbolhandlungen (Teilen, Danken, still sein . . .) sollen die SchülerInnen für die religiöse Dimension alltäglicher Situationen sensibilisiert werden. Ebenso wird durch den Umgang mit Symbolen der Zugang zu biblischen Inhalten möglich. Die SchülerInnen lernen anhand exemplarischer Geschichten, Jesus als wichtigste christliche Identifikationsfigur kennen und erleben die den biblischen Geschichten zugrunde liegenden Erfahrungen als Deutungshilfe bei der Bewältigung von eigenen Lebenserfahrungen. Die spielerische Umsetzung, z. B. durch Rollenspiele, Pantomime oder musikalische Spiele, ermöglicht den SchülerInnen eine ganzheitliche Auseinandersetzung mit diesen Geschichten.
Der Religionsunterricht in der Ober- und Berufspraxisstufe bietet interessierten SchülerInnen die Möglichkeit, bereits gemachte religiöse Erfahrungen zu vertiefen und zu erweitern und auch neu einen Zugang zur Religiosität zu finden. Die Themenschwerpunkte sind:
Zusätzlich sollte der Religionsunterricht aktuelle Klasseninhalte wie z.B. Freundschaft, Liebe, Partnerschaft, Arbeiten, Wohnen, Freizeit und aktuelle gesellschaftliche Ereignisse aufgreifen und begleitend bearbeiten.
Der Unterricht ermöglicht den SchülerInnen in meditativen Phasen, sich auf sich selber zu besinnen und in Gesprächen mit anderen sich einem Thema zu nähern. Sie sollen in die Lage versetzt werden, Themen und Meinungen im weitesten Sinne textproduktiv zu dokumentieren, ästhetisch zu handeln, Themen durch szenisches Spielen zu behandeln und rituelle Handlungen für sich selber zu nutzen.
4.3.11 Lernbereich Sport
Der Schulsport an der Schule I am Lohbachweg beschränkt sich nicht nur auf den Sportunterricht, sondern Bewegung, Spiel und Sport nehmen einen breiten Raum im Schulleben ein.
Dabei soll der Schulsport einen doppelten Auftrag erfüllen. Zum einen soll er durch Bewegung, Spiel und Sport einen Beitrag zur individuellen Entwicklungsförderung der Schüler leisten. Zum anderen soll er den Schülern die Bewegungs-, Spiel- und Sportkultur erschließen, so dass sie die Vielfalt dieses Lebensbereichs erfahren und wenn möglich sinnerfülltes Sporttreiben im Sinne einer selbstverantwortlichen Lebensgestaltung angebahnt wird.
Während der Sportunterricht meist im Rahmen des Klassenunterrichts durchgeführt wird, werden viele Angebote im Bereich des außerunterrichtlichen Schulsports erst durch die schulübergreifende Kooperation vor allem mit der Franz-Marc-Schule, aber auch mit der Mosaik-Schule möglich bzw. erreichen durch diese Kooperation eine besondere Qualität.
Bewegungsaktivitäten, die in den Unterricht der anderen Fächer und Lernbereiche integriert sind, sowie therapeutische und andere bewegungsfördernde Angebote belegen, dass Spiel und Bewegung über den Schulsport hinaus einen wichtigen Beitrag zur Förderung der Schüler leisten.
Schulübergreifende Hockey- und Fußballmannschaft
Die beiden Förderschulen GG am Lohbachweg haben eine gemeinsame Hockey- und Fußballmannschaft. Die Mitglieder der Mannschaft trainieren einmal wöchentlich in der schuleigenen Halle, im Sommerhalbjahr auch nach Möglichkeit in der benachbarten Hockey-Vereinshalle des DSC oder auf dem Sportplatz des Postspotvereins.
Die Mannschaften setzen sich zusammen aus Schülerinnen und Schüler der Mittel-, Ober- und Berufspraxisstufen. Es wird „richtiges“ Hallenhockey und Fußballspiel mit entsprechender Ausrüstung und einem leicht reduzierten Regelwerk gespielt.
Regelmäßig im November fährt die Hockey-Mannschaft zum Hockey-Turnier der Stadt Mönchengladbach. Zu diesem Einladungs-Turnier treffen sich Mannschaften der Förderschulen GG vor allem aus NRW aber auch aus anderen Bundesländern.
Ebenso nimmt die Fußballmannschaft am überregionalen Fußballturnier der Lebenshilfe mit wechselnden Einsatzorten im Ruhrgebiet teil.
Die Teilnahme an diesen Turnieren ist für die Schüler der Höhepunkt des Schuljahres, auf den sie mit großer Ernsthaftigkeit hinarbeiten.
4.3.12 Lernbereich Sexualerziehung
Sexualerziehung ist die Erziehung zu verantwortlichem, geschlechtlichen Verhalten. An der Theodor-Andresen-Schule soll die Sexualerziehung als Teil der Gesamterziehung die Schülerinnen und Schüler darin unterstützen, einen selbstbestimmten und selbstbewussten Umgang mit ihrer Sexualität zu erlernen. Die Schülerinnen und Schüler unserer Schule haben die gleichen sexuellen Wünsche und Bedürfnisse wie andere SchülerInnen der allgemeinen Schulen.
Sexualerziehung gehört genau wie Sprache und Mathematik zu den Pflichtfächern. Daher besteht grundsätzlich kein Anspruch auf Befreiung von diesem Unterricht.
Die Eltern werden von den unterrichtenden Lehrpersonen über Ziele, Inhalte, Methoden und Medien vorher informiert. Bei Bedarf und zur Beratung der SchülerInnen und der Eltern werden Beratungsstellen wie „Pro Familia“ in Anspruch genommen.
Sexualerziehung findet an der Theodor-Andresen-Schule in allen Altersstufen statt. Die folgenden Themenbereiche sind als Module zu verstehen, die nicht aufeinander aufbauen müssen. Sie sind im Sinne eines Spiralcurriculums zu verstehen. Die einzelnen Themen werden je nach individueller Entwicklung und Notwendigkeit behandelt.
chemische Verhütungsmittel), „Pille danach“
Medien für LehrerInnen:
Morgenthau, Lena: FAQ! Fragen zur Sexualität. Die individuelle Lernkartei für 12- bis 16-Jährige, Verlag an der Ruhr Mülheim an der Ruhr, 2006
Moorcroft, Christine und Roberts, Chris: Ich…werde erwachsen. Arbeitsblätter Sexualerziehung, Verlag an der Ruhr Mülheim an der Ruhr, 1998
Einzufügen: Liste A. Seuthe
Bücher für die SchülerInnen:
Für interessierte Eltern sei folgende Lektüre exemplarisch empfohlen:
4.4 Freizeiterziehung
4.4.1 Freizeiterziehung Vor- und Unterstufe
Inhalte Im Klassenraum Bücher betrachten
Auf dem Schulhof Fahrrad fahren
|
Ziele Für die gesamte Freizeiterziehung in der Vorstufe:
|
angestrebte Kompetenzen
|
Perspektiven
Anbahnung, Ausbau und Verfestigung eines sinnvollen und zufriedenstellenden Freizeitverhaltens |
Im Schulgebäude Discoraum
In der außerschulischen Umwelt Eislaufbahn ZirkusTheater |
|
|
|
4.4.2 Freizeiterziehung Mittelstufe
Im Verlauf der Mittelstufe sollen die Schüler lernen, zwischen Unterricht/Arbeit und Freizeit zu unterscheiden. Dabei sollen die Schüler im Unterricht erworbene Kompetenzen dazu nutzen, in der Freizeit Aktivitäten eigenständig zu initiieren.
Schwerpunkte in der Mittelstufe sind:
Freizeiterziehung kann u.a. in folgenden Bereichen stattfinden:
Für zwei Bereiche seien Ziele und Perspektiven exemplarisch dargestellt:
Inhalt |
Ziele/angestrebte Kompetenzen |
Perspektiven |
Gesellschaftsspiele |
||
Außenaktivitäten |
4.4.3 Freizeiterziehung Ober- und Berufspraxisstufe
Inhalt |
Ziele/angestrebte Kompetenzen |
Perspektiven |
Abhängig vom Schweregrad der Behinderung eine möglichst freie, selbstbestimmte Gestaltung der Freizeit (mit oder ohne Hilfe) zu erreichen |
5. Spezielle Angebote unserer Schule
5.1 Schulleben in Bewegung (Spiel und Sport)
Schulsportliches Konzept
der drei Düsseldorfer Förderschulen Geistige Entwicklung
Seit mittlerweile 10 Jahren gibt es eine gemeinsame Arbeitsgruppe der 3 Schulen im Bereich Sport. Ihre Arbeitsschwerpunkte sind u.a. die Vorbereitung und Durchführung gemeinsamer Sportveranstaltungen für die ca. 360 Schülerinnen und Schüler sowie die Weiterentwicklung der Schulsportkonzepte der einzelnen Schulen.
Ausgangspunkt für die enge Zusammenarbeit war die Überlegung, Veranstaltungen zu schaffen, die den besonderen Lern- und Entwicklungsbedürfnissen geistig behinderter Schülerinnen und Schüler im Bereich Sport entsprechen. Dabei sollte den besonderen Bewegungsbedürfnissen der geistig behinderten Schülerinnen und Schüler Rechnung getragen werden. Einerseits sollte für die Schülerinnen und Schüler, die dazu kognitiv und motorisch in der Lage sind, ein interindividueller Leistungsvergleich möglich sein, andererseits sollten offene Bewegungsangebote die individuellen Kompetenzen der Schülerinnen und Schüler in den Bereichen Motorik und Sozialkompetenz und nicht zuletzt beim Aufbau und der Stärkung des Selbstbewusstseins fördern. Besonders dieser Punkt erschien der sehr heterogenen Schülerschaft der Schulen für Geistigbehinderte mit ihrem hohen Anteil an leistungsschwachen Schülerinnen und Schüler angemessen.
Aus einer Vielzahl solcher und ähnlicher Überlegungen heraus entstand 1996 die Idee, Veranstaltungen für die 3 Förderschulen GG in Düsseldorf zu planen und in Kooperation durchzuführen. Dabei spielte die Kooperation zwischen den Schulen von Beginn an eine zentrale Rolle.
Alle Veranstaltungen werden seitdem schulübergreifend unter Beteiligung aller drei Düsseldorfer Förderschulen GG durchgeführt und von einer Arbeitsgruppe von KollegInnen aller beteiligten Schulen vorbereitet und organisiert. Für diese Kooperation sprechen u.a. folgende Punkte:
Bezüglich der Veranstaltungen ist zu sagen, dass sie sich insofern ergänzen, als sie in unterschiedlicher Weise die Lern- und Leistungsbereitschaft der Schülerinnen und Schüler ansprechen.
So dient das Spiel- und Bewegungsfest mit seiner offenen Bewegungslandschaft und seinen vielfältigen Bewegungsanlässen dazu, dass die Schülerinnen und Schüler neue Bewegungsmöglichkeiten nach eigenen Vorstellungen, Interessen und individueller Leistungsmöglichkeit erproben, während das Sportfest auf dem Sportplatz mehr dem Wettkampfcharakter verpflichtet ist.
Entsprechend gilt dies für das Wasserspielfest, das Spiel- und Bewegungsanlässe anbietet, die von den Schülerinnen und Schüler selbstbestimmt und nach eigenen Interessen genutzt werden, während die Schwimmwettkämpfe den Schwimmern unter den Schülerinnen und Schüler vorbehalten sind und eindeutigen Leistungs- und Wettkampfcharakter aufweisen.
Zudem sind diese vier Veranstaltungen im Erleben der Schülerinnen und Schüler und Schüler nicht voneinander zu trennen, sondern werden von ihnen als über den Schulalltag hinausragende Ereignisse und mittlerweile feste Bestandteile des Schullebens wahrgenommen.
Zur aktuellen Situation von Bewegung, Spiel und Sport in den drei Düsseldorfer Förderschulen Geistige Entwicklung
Der verbindliche Sport- und Schwimmunterricht wird in der Regel im Klassenverband von dem zuständigen Klassenteam erteilt. Um einen qualifizierten Sportunterricht anbieten zu können, unterrichten ausgebildete Sportlehrerinnen und Sportlehrer, Lehrerinnen und Lehrer, die beispielsweise über eine Ausbildung im Bereich Gymnastik und Schulsport verfügen, sich im Arbeitskreis Psychomotorik engagieren, am Fach Sport interessiert sind und sich durch Fortbildungen weiterqualifizieren oder sich als Lehramtsanwärterinnen und Lehramtsanwärter mit dem Unterrichtsfach Sport auseinandersetzen, multiprofessionell zusammen.
In vielen Bereichen unterlag der Unterricht in den vergangenen Jahren Veränderungen. Diese wurden u.a. hervorgerufen durch den zunehmenden Einbezug psychomotorischer Ansätze. Dabei wird davon ausgegangen, dass Lernen und Entwicklung untrennbar mit Bewegung verbunden sind und sich die kindliche Persönlichkeit insgesamt in allen Bereichen durch Bewegung entwickelt.
So werden beispielsweise Lernbereiche wie "Lesen", "Umgang mit Mengen, Zahlen, Größen" und "Bewegungserziehung / Sport" miteinander verbunden, indem z.B. die Schülerinnen und Schüler Buchstabenformen mit ihren Körpern nachbilden, mit Seilen und Klötzen etc. legen, mit Rollbrettern nachfahren, oder indem sie, nachdem sie eine Zahl vom Würfel gelesen haben, eine entsprechende Anzahl an Bällen eine Kiste bringen etc. Die Fachliteratur sowie zahlreiche Praxisbücher bieten hierzu eine Fülle von Anregungen zur Förderung der Wahrnehmungsbereiche, die auch dem Erwerb der Kulturtechniken zu Grunde liegen.
Grundsätzlich, und damit in allen Lern- und Unterrichtsbereichen, dient Bewegung auch der Rhythmisierung von Unterricht.
Darüber hinaus bereichern Sportangebote wie Fußball, Hockey, Tischtennis, Judo, Psychomotorik, Klettern und Eislaufen das Sportleben der Schulen. Derartige Angebote werden klassen- und häufig auch stufen- bzw. schulübergreifend (Fußball, Hockey, Klettern) durchgeführt.
Zu den weiteren Angeboten, die über den im Klassenverband und in Arbeitsgemeinschaften erteilten Unterricht hinausgehen, gehören
Schulraum als Bewegungsraum
Die Schulen haben in den vergangenen Jahren dazu beigetragen, sich stärker als bisher den Schülerinnen und Schüler als Bewegungsraum zu präsentieren. So entstanden in der Vergangenheit beispielsweise Klettermöglichkeiten mit Rutschen, schiefer Ebene, Wackelsteg, die den Schülerinnen und Schüler selbstverständlich während der Pausenzeiten zur Verfügung stehen, aber auch eher spontan und als Ausweich- und Entspannungsalternativen in für einzelne Schülerinnen und Schüler stressbetonten Phasen genutzt werden. Sie dienen auch dazu, im Sportunterricht (Bewegungslandschaft) oder auf dem Spielplatz neu erlernte Bewegungskompetenzen zu üben und zu festigen.
Was die Ausstattung der Schulen betrifft, so verfügt die Schule über eine Sporthalle, ein Lehrschwimmbecken und einen Psychomotorikraum. Weiterhin existieren auch eine Schaukel, ein Fahrradparcour, Hüpfburgen sowie Kleinspielfelder auf dem Schulhof.
Eine große Rolle im Schulalltag spielt für viele Schülerinnen und Schüler die Möglichkeit, auf dem Schulhof mit Rollern, mehr aber noch mit Dreirädern, Kettcars und Fahrrädern fahren zu können. Das Vorhandensein von verschiedenartigen Bällen, Sandspielzeug, Skateboards, Rollschuhen runden das Bewegungsangebot während der Pausenzeiten ab.
Ein besonderer Stellenwert kommt darüber hinaus der Einführung und dem Einüben eher traditioneller Pausenspiele wie Fangen und Verstecken zu, die an der Förderschule GG oft einer besonderen methodischen und didaktischen Präsentation bedürfen, um die Schülerinnen und Schüler tatsächlich in die Lage zu versetzen, diese und andere Spiele spielen zu können.
Sonstige schulische / außerschulische Bereiche
Neben den Turnhallen und dem Sportplatz "Poststadion" an der Dreherstraße, wo z.B. für das Sportfest trainiert wird und im Sommer hin und wieder die Fußballmannschaft trainiert, können die Schulen am Lohbachweg (mit finanzieller Unterstützung der Fördervereine) auch die große Hockeyhalle des Sportvereins DSC 99 nutzen, die in der Nähe der Schulen liegt. Diese große Halle bietet den Schülerinnen und Schülern die Möglichkeit, ihre Bewegungs- und Spielweise z.B. im Hinblick auf Turniere an die ungewohnten Dimensionen einer Mehrzwecksporthalle anzupassen.
Der Schwimmunterricht für die Schwimmer der Schulen findet im öffentlichen Schwimmbad statt. Die Schülerinnen und Schüler gehen dazu zu dem benachbarten Allwetterbad.
Schulsportfeste
Seit 1997 finden für die drei Düsseldorfer Förderschulen Geistige Entwicklung jährlich vier in einem regelmäßigen Turnus wiederkehrende Spiel- und Sportfeste statt:
Zielgruppe
Die Zielgruppe sind in erster Linie die Schülerinnen und Schüler Förderschulen GG.
An dem Spiel- und Bewegungsfest und an dem Sportfest nehmen, mit wenigen individuell von der Behinderung her begründeten Ausnahmen, grundsätzlich alle Schülerinnen und Schüler teil.
Dies gilt nicht für die Schwimmwettkämpfe, die sich in ihrer Zielsetzung an die Schwimmerinnen und Schwimmer richten, und für das Wasserspielfest, das im Gegensatz dazu den Nichtschwimmern vorbehalten bleibt.
In zweiter Linie gehören zur Zielgruppe immer auch Gastgruppen, deren Kinder und Jugendliche mit ihrem speziellen sonderpädagogischen Förderbedarf ebenfalls angesprochen werden können, so z.B. ein benachbarter Sonderkindergarten, ein Förderzentrum für behinderte Kinder sowie weitere Schulen für Lernbehinderte, Körperbehinderte und Sehbehinderte in Düsseldorf. In diesem Jahr begann zudem eine noch auszubauende Kooperation mit einer Grundschule.
Zielsetzung
Mit den vier Veranstaltungen wird versucht, im Rahmen von aus dem Schulalltag herausragenden, festlichen Ereignissen ein vielfältiges Bewegungs- und Sportangebot zu schaffen, das den Bedürfnissen und Möglichkeiten der Schülerschaft weitgehend entgegenkommt.
Die Schülerschaft der drei Schulen zeichnet sich insbesondere durch ein hohes Maß an Heterogenität aus. Diese besteht vor allem hinsichtlich des Alters (6 - 24 Jahre), hinsichtlich der motorischen Leistungsfähigkeit wie auch hinsichtlich höchst unterschiedlicher Bedürfnisse und individueller Sinngebungen. So hat z.B. die 7-jährige schwerstmehrfachbehinderte Schülerin bezüglich ihres Bewegungshandelns andere Bedürfnisse und ist durch andere persönliche Sinngebungen motiviert und gesteuert als der motorisch leistungsstarke 16-jährige Oberstufenschüler.
Diesem Sachverhalt wird dadurch Rechnung getragen, indem vier Veranstaltungen geschaffen wurden, die sich hinsichtlich der Zielgruppen aber auch in der Qualität der Erfahrungs- und Handlungsmöglichkeiten in bewegungsbezogenen und sportlichen Situationen unterscheiden.
Ausgehend von den Bedürfnissen der Schülerinnen und Schüler liegen der Gestaltung der Feste weniger die Traditionen außerschulischer Sportfestpraxis bzw. das Sportartenkonzept zugrunde.
Vielmehr soll im Sinne des Doppelauftrages der neuen Rahmenvorgaben für den Schulsport sowohl ein Beitrag zur Entwicklungsförderung durch Bewegung, Spiel und Sport als auch zur Erschließung der Bewegungs-, Spiel- und Sportkultur geleistet werden.
Um auch im Erleben der Schülerinnen und Schüler einen nicht-alltäglichen, festlichen und freudvollen Höhepunkt im Schul(sport)leben zu schaffen, wird versucht, bei allen vier Veranstaltungen idealtypische Merkmale eines Festes zu verwirklichen, die sich dadurch äußern, dass
Beschreibung der Veranstaltungen
Spiel- und Bewegungsfest
Das Spiel- und Bewegungsfest wurde bisher an 2 und zuletzt an 3 Tagen durchgeführt und findet in der Turnhalle der Schulen am Lohbachweg statt.
Die teilnehmenden Klassen werden nach Alter und Stufen zu Gruppen zusammengestellt (insgesamt ca. 50 Personen je Durchgang). Jede Gruppe hat 60 Minuten Spiel- und Bewegungszeit.
Nach einer Begrüßung der Teilnehmerinnen und Teilnehmer aus den Schulen, der Gäste und der begleitenden Kolleginnen und Kollegen im Foyer der Schule begeben sich die Gruppen bei Musikbegleitung in die Turnhalle. Während der Veranstaltung können sich alle Teilnehmerinnen und Teilnehmer an einer Bar erfrischen.
Die Turnhalle wird mit Schwungtüchern u.a. geschmückt, um eine farbenfrohe Atmosphäre zu schaffen. In den vergangenen Jahren wurden als inhaltliche Angebote folgende Stationen aufgebaut, wobei bekannte Stationen mit neuen abwechseln:
Hüpfburg, Kletternetz, Zielwerfen, Hängebrücke, Turntal, Schiefe Ebene, Bewegungsbaustelle, Lekis-Riesenräder, Rollbrett-Parcour, Schaukel, Rhönradwippe, Hängematte, Karussell, Kletterberg, Ruhezone, Schwarzlichtraum
Das Spiel- und Bewegungsfest stellt ein offenes Bewegungsangebot in Form einer Bewegungslandschaft mit vielfältigen Bewegungs- und Wahrnehmungsmöglichkeiten dar. Es soll die Schülerinnen und Schüler dazu anregen, selbstbestimmt Aktivitäten auszuprobieren, Freude an der Bewegung zu erleben und allein oder mit anderen kreativ tätig zu werden.
Am Ende der Veranstaltung werden die Teilnehmerinnen und Teilnehmer wiederum im Foyer verabschiedet und erhalten als Erinnerung ein kleines Präsent (z.B. Button, Springball).
Die begleitenden Kolleginnen und Kollegen sowie weitere helfende Personen sollen als Spielpartner den Schülerinnen und Schüler zur Verfügung stehen, sich auf sie einlassen und offen für deren Eigeninitiative sein. Es ist wichtig, dass sie in der Lage sind, auch versteckte Schüleraktivitäten wahrzunehmen und zu unterstützen.
Sportfest
Das Sportfest findet seit 2 Jahren im Sportpark Niederheid, einer großen Bezirkssportanlage, statt. In den Jahren zuvor wurde es auf dem Sportplatz "Poststadion" in Gerresheim in der Nähe der Schulen am Lohbachweg durchgeführt, jedoch ist die Anlage in Niederheid besser zur Durchführung großer Veranstaltungen geeignet.
Zwei Klassen verschiedener Schulen bilden eine Riege, die gemeinsam den Tag auf dem Sportplatz verbringt. Die Riegen bestehen aus in etwa gleichaltrigen Schülerinnen und Schülern, um gegenseitiges Kennen lernen und Kontakte zwischen ihnen zu ermöglichen. Der Verbleib der Schülerinnen und Schüler in der Klassengemeinschaft stellt einen vertrauten und Sicherheit gebenden Rahmen dar.
Es werden die folgenden Wettkämpfe durchgeführt:
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- Schlagballwurf |
Bei den Läufen wird innerhalb der Riegen aufgrund der Vorjahresergebnisse versucht, möglichst leistungshomogene Läufe zusammen zu stellen.
Die Leistungen der Teilnehmerinnen und Teilnehmer bei den Wettkämpfen werden auf Riegenkarten notiert. Die Platzierung wird nur innerhalb der einzelnen Läufe ermittelt, so dass sie für die Schülerinnen und Schüler nachvollziehbar bleibt.
Im Anschluss an die Wettkämpfe werden die Leistungen in die Urkunden übertragen, die jede Teilnehmerin und jeder Teilnehmer am Ende des Sportfestes erhält. Die schnellste Schülerin und der schnellste Schüler der 400-m-Läufe erhalten zudem jeweils einen Wanderpokal als Anerkennung.
Folgende Wertungen haben sich bewährt:
Alle Klassen nehmen während der Veranstaltung ihr Frühstück und auch das Mittagessen auf dem Sportplatz ein. Hier bietet sich die Möglichkeit für Kontakte, gemeinsames Spiel, Klönen etc.
Zudem stehen auf einem Teil des Sportplatzes und einer benachbarten Wiese Spielmöglichkeiten (Pushbälle, Schwungtücher, Tunnel, Dosenwurfanlage etc.) zur freien Verfügung.
Schwimmwettkämpfe
Die Schwimmwettkämpfe fanden zunächst im Allwetterbad Flingern statt. Da dort allerdings keine Zuschauer die Wettkämpfe verfolgen können, wurden die Veranstaltung vor 3 Jahren in das neue Rheinbad verlegt, das über eine Zuschauertribüne verfügt.
An dieser Veranstaltung nehmen die Schwimmerinnen und Schwimmer der 3 Förderschulen GG teil, die zu leistungsorientiertem Schwimmen in der Lage sind, da hier der Wettkampfcharakter im Vergleich aller Spiel- und Sportfeste am ausgeprägtesten ist. Der interindividuelle Leistungsvergleich steht im Vordergrund und wird von den Schülerinnen und Schüler auch als bedeutsam erlebt.
Anhand der Vorjahresergebnisse und der Leistungen im Schwimmunterricht werden leistungs-homogene Startgruppen von maximal 5 Schülern gebildet. Die Platzierung wird nur innerhalb dieser Gruppen ermittelt, sodass sie für die Schülerinnen und Schüler nachvollziehbar bleibt.
Folgende Disziplinen werden angeboten:
Alle Schülerinnen und Schüler können an jedem Wettkampf teilnehmen, jedoch innerhalb einer Disziplin entweder nur auf der 50-m-Strecke oder der 25-m-Strecke. Als Entscheidungskriterium gilt die individuelle Leistungsfähigkeit.
Der Start erfolgt nach Wunsch der Teilnehmerin bzw. des Teilnehmers entweder vom Beckenrand oder vom Startblock aus.
Jede Teilnehmerin und jeder Teilnehmer erhält eine Urkunde, auf der die individuellen Leistungen vermerkt sind. Die Schule, die die Staffel gewonnen hat, erhält zudem einen Wanderpokal.
Seit dem Jahr 2001 werden parallel zu den Wettkämpfen der Schwimmer auch im Nichtschwimmerbereich Wettkämpfe durchgeführt, die denjenigen Schülerinnen und Schüler vorbehalten sind, die an der Schwelle der Schwimmfähigkeit stehen.
Wasserspielfest
Am Wasserspielfest beteiligen sich alle Schülerinnen und Schüler, sofern sie nicht an den Schwimmwettkämpfen der Schwimmer teilnehmen können. Es findet an zwei Tagen im Lehrschwimmbecken der Schulen I und II am Lohbachweg statt. Die reine Wasserzeit beträgt eine halbe Stunde pro Klasse. Pro Durchgang befinden sich ca. 4 Klassen mit jeweils 6 bis 10 Schülerinnen und Schülern im Wasser. Der Hubboden wird entsprechend der Körpergröße verändert, so dass die Schülerinnen und Schüler i. d. R. im Wasser stehen können.
Die Schülerinnen und Schüler finden ein besonders farbenfroh gestaltetes und geschmücktes Schwimmbad mit zahlreichen Spielgeräten vor, die ihre Eigenaktivität anregen sollen. Dazu gehören eine eigens zu diesem Anlass erbaute Rutsche sowie u. a. Schwimmmatten, -tiere, -nudeln, -kissen, ein Schlauchboot, eine Schwimminsel, Wasserbälle sowie viele kleine bunte Bälle aus einem Bällchenbad.
Ähnlich wie beim Spiel- und Bewegungsfest steht auch beim Wasserspielfest die Freude und das Erlebnis am (gemeinsamen) Spielen und Bewegen im Vordergrund, der aktive Umgang mit den angebotenen Materialien sowie vielfältige z. T. neue Wahrnehmungserfahrungen mit dem Bewegungsraum „Wasser“. Die Schülerinnen und Schüler können das vorhandene Angebot eigenständig und kreativ nutzen, allein und gemeinsam mit anderen spielen, sich an anderen orientieren oder eigene Ideen einbringen.
Die begleitenden Lehrerinnen und Lehrer sollen sich in erster Linie als Spielpartner ihrer Schülerinnen und Schüler verstehen und für die Eigenaktivitäten offen sein, diese zulassen und unterstützen. Dazu ist es notwendig, dass sie in der Lage sind, sich selbst zurückzunehmen und die Schülerinnen und Schüler weitgehend frei von Zielsetzungen agieren zu lassen, wie sie möglicherweise für den Schwimmunterricht in der Klasse formuliert sind.
Am Ende der Spielzeit im Wasser erhalten alle Schülerinnen und Schüler ein kleines Präsent (z.B. Wasserspritztier) als Erinnerung.
Die restliche Zeit des Veranstaltungstages verbringen die Klassen der Schule Am Massenberger Kamp gemeinsam mit einer ausgewählten Partnerklasse in den Schulen am Lohbachweg z.B. zum gemeinsamen Frühstück etc. So haben die Schülerinnen und Schüler die Möglichkeit, sich auch außerhalb des Wassers kennen zu lernen bzw. die bestehenden sozialen Kontakte untereinander zu pflegen.
Kooperationen mit Berufskollegs
Ergänzend sei angemerkt, dass zur Durchführung des Spiel- und Sportfestes, des Sportfestes und des Wasserspielfestes Kooperationen mit weiterführenden Schulen (u.a. die Berufskollegs Lore-Lorentz-Schule und Elly-Heuss-Knapp-Schule, Max-Weber-Berufskolleg) bestehen. Die Schülerinnen und Schüler dieser Schule beschäftigen sich im Rahmen ihrer Schulausbildung u.a. mit dem Bereich Freizeitsport und unterstützen die Veranstaltungen in vielfacher Hinsicht z.B. durch Aufsicht an Stationen, Zeitmessung, manchmal auch durch die individuelle Betreuung der geistig behinderten Schülerinnen und Schüler.
Bezug zur schulsportpädagogischen Grundorientierung und weitere Einbindung in das schulsportliche Gesamtkonzept:
Entwicklungsförderung durch Bewegung, Spiel und Sport sowie die Erschließung der Bewegungs-, Spiel- und Sportkultur lassen sich nicht allein durch die vier Spiel- und Sportfeste, die nur punktuelle Ereignisse darstellen, realisieren.
Aber diese Veranstaltungen beeinflussen und verändern in Verbindung mit den über den Schulsportunterricht hinausgehenden Angeboten als feste Bezugspunkte im Schuljahr auch die Gestaltung des alltäglichen Sportunterrichts:
Die schulsportliche Grundorientierung der Förderschulen GG erfährt ihre Ausrichtung in erster Linie an den jeweils individuell besonderen Lern- und Leistungsmöglichkeiten ihrer Schülerschaft und an deren besonderem sonderpädagogischen Förderbedarf.
Dabei wird der Sportunterricht durch die vorgestellte Konzeption und Praxis in vielfacher Hinsicht um den Bereich "Bewegungserziehung" erweitert, indem in immer stärkerem Umfang u.a. psycho-motorische, motopädische, erlebnispädagogische und förderdiagnostische Elemente in den Unterricht eingeführt werden.
Damit gewinnt der Lernbereich "Bewegungserziehung und Sport" an den Düsseldorfer Förderschulen GG zunehmend an eigener fachlicher Absicherung.
Zu dieser Entwicklung leisten die vorgestellten Veranstaltungen einen Beitrag, indem sie sich durch ihr Vorhandensein, durch das Engagement von Kolleginnen und Kollegen und durch die Nachfrage von Schülerinnen und Schüler auf den bis dato vorherrschenden Sportunterricht auswirken.
Einige der Auswirkungen sind:
Für den Unterricht mit geistig behinderten Schülerinnen und Schülern, die auf individuell formulierte und an ihrem aktuellen Entwicklungsstand orientierte Lernziele und Förderperspektiven angewiesen sind, um erfolgreich lernen zu können sind, bietet der hier beschriebene Sportunterricht in allen seinen Facetten vielfältige Möglichkeiten zur
individuellen Persönlichkeitsentwicklung.
5.2 Theaterarbeit und Bühnenbau
Anfang der 90.ger Jahre wurde durch die Initiative der Lehrerin Isabel Celades an unserer Schule Theater gespielt, zuerst nur mit einzelnen Klassen. Seit 1994 besteht der klassen- und stufenübergreifende Theater-Unterricht.
Einmal in der Woche findet am Nachmittag unser Theaterunterricht statt. Die teilnehmenden Schüler und Schülerinnen werden von den Lehrerinnen nach sonder- und heilpädagogischen Gesichtspunkten ausgesucht und gefragt, ob sie Lust hätten mitzumachen. Nicht das sprachliche Vermögen entscheidet über die Zugehörigkeit zu der Theatertruppe sondern der sonderpädagogische Förderbedarf in den verschiedensten Bereichen, wie Stärkung des Ich - Vertrauens, Abbau von Hemmungen, Aufbau von Sozialkompetenzen, Abbau und Kanalisierung von Zwangshandlungen, d.h. der Unterricht soll der Persönlichkeits- und Gemütsbildung dienen.
Die Theaterstücke wurden zunächst von Frau Celades geschrieben. Sie hat eine Lehrerfortbildung „Wie schreibe ich ein Theaterstück“ an unserer Schule durchgeführt. Seit ihrer Pensionierung schreiben die Teilnehmerinnen der Fortbildung die Stücke.
In den vergangenen Jahren wurden mehrere Theaterstücke zur Aufführung gebracht: das „St. Georgspiel“, die Pekingoper „Der Wasserträger“, das Westernmusical „Die Geisterstadt“, ein orientalisches Märchen „Der Stein von Adamas“, das Ritterstück „Das Geheimnis von Fairy Hill“ und das Piratengesangsspiel „Der Schatz von Mayaguana“. Im Moment wird ein spanisches Revolutionsstück „Don Alfredo“ eingeübt.
Jedes der Theaterstücke braucht zwei bis drei Jahre bis es zur Aufführung kommt. Alle Kulissen und Kostüme werden selber hergestellt und in Kooperation mit anderen Kolleginnen genäht.
Über alle Theaterstücke gibt es umfangreiche Fotodokumentationen und Videos.
Daneben wurden von den Theatermitgliedern mehrmals Rahmenprogramme für unsere Karnevalsfeiern durchgeführt.
Im Laufe der langjährigen unterrichtlichen Tätigkeit entstand als „Nebenprodukt“, als Stütze des Theaterunterrichts unsere Bühne.
Die Bühne wurde nach Planungen von Frau Celades und mit Hilfe der Firma Mannesmann, die die Gerüstträger schweißten, in der Rohfassung in unserem Essraum gebaut. Mit unseren Werk- und Oberstufenschülern wurde dann im Werkunterricht nach den Bedürfnissen der Theaterarbeit die Bühne ausgebaut, erweitert und verändert. Kolleginnen nähten die Vorhänge, Verkleidungen und Soffitten. Es wurde eine Beleuchtungsanlage gebaut, die es uns ermöglicht, Lichter zu dimmen und verschiedene Bühnenteile auszuleuchten. Eine Musikanlage unterstützt unsere Arbeit.
Unsere Bühne ist kein fertiges „Produkt“. Sie unterliegt ständigen Veränderungen, die sich aus unserer Theaterarbeit ergeben.
Dazu gehört auch das Herstellen der Kulissen, das Nähen der Kostüme, die Beschaffung der Requisiten. Unsere Schule verfügt in der Zwischenzeit über einen gut ausgestatteten Theaterfundus.
5.3 Tanztheater
Das Tanzprojekt „Take-Off – Junger Tanz“ besteht seit Frühling des Jahres 2007 für einige der Düsseldorfer Regelschulen in Primar- und Sekundarstufe als auch für ausgesuchte Förderschulen unterschiedlichen Förderschwerpunktes. Die Stadt Düsseldorf und ihre Kulturstiftung unterstützen dabei die Finanzierung der Tanzpädagogen und professionellen Tänzer, die zwei Unterrichtsstunden pro Woche innerhalb eines Schuljahres in diese Schulen kommen. Im Zuge dessen kommt es 2mal jährlich im Rahmen einer Projektpräsentation zur Aufführung des Einstudierten auf der großen Bühne des Tanzhauses NRW in Düsseldorf.
Seit Frühling letzten Jahres gibt es eine fest etablierte Tanzgruppe mit Jugendlichen aus der Berufspraxisstufe unserer Schule, welche sich regelmäßig einmal wöchentlich für eine Doppelstunde in der Turnhalle bzw. im Essraum unserer Schule zum Proben und Trainieren trifft.
Künstlerisch angeleitet wird das Projekt vom Choreographen und Tanzpädagogen Andreas Simon, pädagogisch begleitet von der Sonderschullehrerin Carmen Vormbrock.
Innerhalb des Tanzprojektes „Take-Off – Junger Tanz“ und unserer hiermit verknüpften Partnerschaft mit dem Tanzhaus NRW in Düsseldorf hat sich erstmalig Tanz als reguläres Unterrichtsfach im wöchentlichen Stundenplan auch an unserer Schulform etabliert.
Die Schülerinnen und Schüler studieren im Rahmen des Schuljahres Schritt für Schritt, Stunde für Stunde, Woche für Woche und Monat für Monat eine kleine Facette einer Choreographie ein, welche am Ende eines jeweiligen Schuljahres dann in der Gesamtgruppe, völlig selbstständig ohne Choreograph oder Lehrerin, auf der Bühne präsentiert wird und sich hier zu einem großen Ganzen zusammenfügt.
Innerhalb der Trainingsphasen liegt ein besonderer Schwerpunkt auf die individuelle angeleitete Erarbeitung, die stark und klar an den unterschiedlichen Bedürfnissen der Jugendlichen orientiert ist. Selbstständigkeit durch Stärkung des eigenen Selbstbewusstseins und dem Vertrauen in das eigene Können sind dabei wichtige Förderschwerpunkte.
Jeder der jungen Erwachsenen bringt mit seiner einzigartigen individuellen Kompetenz einen kleinen Bruchteil von Puzzleelementen mit, welches das Gesamtwerk in der Präsentation am Ende charakterisiert und ausmacht.
5.4 Musikgruppe „Starke Töne“
Entstehung der Musikgruppe
Die Musikgruppe „Starke Töne“ entstand aus meiner (Eva-Maria Nondorf) Arbeit in wechselnden Musikgruppen der Mittel-, Ober- und Berufspraxisstufen unserer Schulform. Im Rahmen des Musikunterrichts wurden die Schülerinnen und Schüler an das Instrumentalspiel mit dem Orff-Instrumentarium herangeführt. Zu besonderen Anlässen wie z.B. dem Adventssingen oder zu Auftritten zu Karnevalsfeiern in der Schule wurden erste Schülergruppen aus den jeweiligen Klassen zusammengestellt, um gemeinsam einen kleinen Auftritt zu gestalten. Hieraus erwuchs der Wunsch, die nun entstandenen Kleingruppen zu einer großen Musikgruppe mit circa 40 Teilnehmern dauerhaft zusammen zu führen. Seit nunmehr drei Jahren findet zu einem festen Zeitpunkt die Musik-AG statt. Willkommen sind alle Schülerinnen und Schüler, die Freude am gemeinsamen Musizieren haben und die sich in einer so großen Gruppe orientieren und arbeiten können.
Der Grundstamm der Gruppe besteht gegenwärtig aus Schülerinnen und Schülern der Ober- und Berufspraxisstufe (13-19 Jahre), zu denen immer wieder Schülerinnen und Schüler der Unter-, Mittel- und jüngeren Oberstufen (11-14 Jahre) dazu stoßen.
Die Gruppe arbeitet beständig am Grundrepertoire durch Wiederholungen, Vertiefung des bisher Gespielten und Veränderung bestehender Mitspielsätze. Zusätzlich wird an der Erweiterung des Grundrepertoires gearbeitet. Bei der Ausgestaltung der Mitspielsätze werden einzelne Schülerinnen und Schüler, die mittlerweile über eine gewisse musikalische Erfahrung durch langjähriges Musizieren in der Gruppe verfügen, mit einbezogen.
Die Musikgruppe umfasst eine sehr heterogene Schülerschaft. Ein Drittel unserer Gesamtschülerschaft ist Mitglied dieser Gruppe.
Weitere feste Mitglieder der Musikgruppe sind die Lehrerin Frau Frings und der Lehrer Herr Keimer, die im Unterricht einzelne Schüler bzw. Schülergruppen unterstützen und außerhalb des Unterrichts mir z.B. bei der Organisation von Auftritten helfen. Die künstlerische Leitung liegt bei mir. Ich entwerfe viele Mitspielsätze selbst und leite Schülerinnen und Schüler an, sich bei der Gestaltung der Mitspielsätze mit musikalischen Ideen einzubringen.
Didaktische Konzeption
Den Schwerpunkt unserer Arbeit bildet der Bereich „Musik machen“. Über das „Musik machen“ erarbeiten wir die Bereiche „Musik hören“ und „Musik verstehen“.
Da die Fertigkeiten im Instrumentalspiel bei Schülern mit geistiger Behinderung nicht ausreichen, um ein Stück selbstständig instrumental zu erarbeiten, haben wir die Form der Mitspielsätze ausgewählt, um unsere Schüler an das Spielen eines Instrumentes heranzuführen. Die Schüler erlernen im Rahmen des AG-Unterrichts ausgewählte einfache Rhythmen auf einem oder mehreren Instrumenten des Orff-Instrumentariums zu spielen. So ist es möglich, auch „klassische“ Musikstücke kennen und verstehen zu lernen. Der Unterricht soll dazu beitragen, gestalterische Kräfte zu wecken und Ausdrucksfähigkeit zu differenzieren. Außerdem wird durch das Musizieren in der Gruppe, das soziale Verhalten der Schülerinnen und Schüler gefördert.
Beim Musizieren lernen die Schülerinnen und Schüler Grundfertigkeiten, die vergleichbar sind mit denen nicht behinderter Schüler.
Zum Beispiel:
Unser Repertoire:
5.5 Einsatz neuer Technologien
Der Computer und auch das Internet sind mittlerweile aus dem täglichen Leben nicht mehr wegzudenken. Die Schulen müssen frühzeitig und verantwortlich den Umgang mit diesen Medien vermitteln, die für die Informationsverarbeitung erforderlich sind.
Dies gilt auch für die Förderschule Geistige Entwicklung. Die Schülerschaft dieser Schulform kann und darf nicht vom Zugang zu den neuen Technologien ausgegrenzt werden. Lernen mit Hilfe der modernen Technik ermöglicht unseren Schülern und Schülerinnen eine Teilhabe an der sich entwickelnden Informationsgesellschaft.
Der Einsatz des Computers im Unterricht bei geistig behinderten Schülern und Schülerinnen erfolgt an unserer Schule mit individuellen Förderplänen nach Fähigkeiten und Fertigkeiten des Einzelnen.
Ziel beim Einsatz von Computern in unserem Unterricht ist es, unserer Schülerschaft die vielfältigen Möglichkeiten der Nutzung dieser Technologie so nahe wie möglich zu bringen, um ihnen eine weitere, andere Gelegenheit zum lebenslangen Lernen aufzuzeigen und sie aus der Gesellschaft nicht auszugrenzen.
Daher erfolgt der Umgang mit dem Computer unter den Schwerpunkten:
Dies geschieht an unserer Schule durch Computerkurse im Computerraum (10 vernetzte Computer, mit Drucker und Scanner), und durch gezielten Einsatz im Klassenraum als unterstützende Maßnahme der Lerninhalte des Unterrichts.
Beteiligt sind Schüler und Schülerinnen ab Vorstufe.
Alle Klassen besitzen ein PC-Mobil, mehrere Computerarbeitsplätze und sind an das Internet angeschlossen.
5.6 Mädchengruppe
Die Mädchengruppe an unserer Schule besteht seit 1998 und umfasst bis zu 12 Schülerinnen aus den Ober- und Berufspraxisstufen, die daran teilnehmen möchten.
Diese Gruppe findet wöchentlich an einem Nachmittag von 13.30 - 15.00 Uhr statt. Für die Arbeit in dieser AG ist es wichtig, jeder einzelnen Schülerin mehr Möglichkeiten zur Selbständigkeit anzubieten.
Die jungen Mädchen sollen sich zunehmend mehr bewusst werden, dass sie sich auf dem Wege befinden, eine erwachsene junge Frau zu werden. Dazu gehört, dass eine Vielzahl von Möglichkeiten angeboten wird, um eine Stärkung des Selbstbewusstseins gerade in dieser schwierigen Entwicklungsphase zu bewirken.
In dieser Mädchengruppe werden durch immer wiederkehrende Rituale und Übungen die individuellen Möglichkeiten jeder Einzelnen entwickelt um klare verbale oder gestische Äußerungen der eigenen Wünsche und Meinungen zu festigen. Dies noch in besonderem Maße im Hinblick auf ein entschiedenes „Nein - Sagen“ zum eigenen Schutz und zur Wahrung der eigenen Grenzen.
In diesem Prozess des Erwachsenwerdens finden viele Veränderungen in der Persönlichkeit der Mädchen statt, die ein erhöhtes Maß an Bewusstwerdung und deren Förderung bedürfen. Der Körper verändert sich. Die Unsicherheit: Wie fühle ich mich in meinem Körper, Phänomen des Verliebtseins, erste Wünsche nach Partnern, Wunsch nach eigenem Leben bzw. mehr Selbstbestimmung.
Vorrangig für diese Arbeit ist, dass sich die Mädchen in dieser Gruppe geschützt und geborgen fühlen. Blitzlichtgespräche finden statt, um zu lernen die eigene Befindlichkeit wahrzunehmen und den anderen verbal oder nonverbal mitzuteilen. Außerdem können die Mädchen ihre Kenntnisse vertiefen in Bezug auf die biologischen Veränderungen ihres Körpers und der Körperhygiene. Es wird eine durchgängige Reihe zu diesem Thema angeboten.
Zu dem großen Bereich “Frau-sein” gehören alle Aspekte wie Erfahrung des eigenen und fremden Körpers, Sensibilisierung der Körperwahrnehmung; Erweiterung und Vervollständigung des eigenen Körperbildes; Sinnliches Erfahren und bewusstes Wahrnehmen einzelner Körperteile; Wahrnehmen von Empfindungen für den eigenen und fremden Körper; Austausch über Gefühle und Bedürfnisse; Ausbau von Vertrauen; Grenzen setzen lernen.
5.7 Umwelterziehung - Gartencafé
Auch an den Förderschulen für Geistige Entwicklung steht die Umwelterziehung auf dem Stundenplan. Der schonende Umgang mit der Natur und die Erhaltung der Umwelt werden in unserer Schule intensiv erarbeitet und in vielfältigen Projekten der einzelnen Klassen praktisch umgesetzt.
Im Bereich der Wertstofftrennung sammeln die SchülerInnen in Büros, Klassen und Werkstätten seit Jahren Metallschrott, Altpapier, Altglas, und Druckerpatronen. Den Batteriesammler und Altfarben lassen wir regelmäßig von der AWISTA abholen.
Neben dem Fahrradrecycling in der Fahrradwerkstatt bauen die SchülerInnen im Werkunterricht Nisthilfen und Fledermauskästen und hängen sie im Außengelände und in der Schulumgebung auf.
Seit 2003 arbeiten verschiedene Arbeitsgemeinschaften und Klassen verstärkt im Außengelände und setzen sich folgende Schwerpunkte:
Für unser Engagement überreichte uns Oberbürgermeister Erwin im Jahr 2004 den mit 2500,- € dotierten Umweltpreis der Stadt Düsseldorf.
5.8 Andresenexpress
Die Zeitung wurde im Rahmen der Beschäftigung mit dem Schulprofil ins Leben gerufen. Im Rahmen dieser Arbeit entstand neben verschiedenen anderen Maßnahmen (regelmäßige Stufenkonferenzen, Einrichtung einer Mediothek, stufenübergreifende Projekte etc.) die Idee einer Schulzeitung, mit deren Hilfe sich alle am Schulleben Beteiligten über die jeweiligen Aktivitäten informieren können.
Die erste Ausgabe des Lohbach-Express erschien im Juni 1999 und wurde mit großem Interesse aufgenommen. Seitdem erscheint die Zeitung ein bis zwei Mal pro Schuljahr. Seit dem Schuljahr 2007/08 heißt die Zeitung „Andresenexpress“
Aus der Schulzeitung wird eine Schülerzeitung
Ursprünglich wurde der Lohbach-Express durch die Schülerinnen und Schüler der SV redaktionell betreut. Es standen 3 Lehrkräfte dafür zur Verfügung. Die Zeit während der SV-Sitzungen wurde dazu genutzt, Beiträge zu sammeln, sortieren, aber auch Texte zu verfassen und zu überarbeiten.
Ab 2003 hat die SV-Arbeit sich zunehmend auch anderen Schwerpunkten zugewandt, sodass die Redaktion des Lohbach-Express’ von einer einzelnen Lehrkraft übernommen wurde, die die Koordinierung der Beiträge sowie Layout und Druck durchführt. Nach wie vor sind Schülergruppen, vornehmlich aus den älteren Klassen, aktiv in den Entstehungsprozess eingebunden, entscheiden über Inhalte und bearbeiten Bilder und Texte.
Der Andresen-Express beschäftigt sich mit aktuellen Themen des Schuljahres, z.B.:
Der Andresen-Express bietet den SchülerInnen die Möglichkeit, ihre Aktivitäten einem größeren Publikum vorzustellen. Für die Klassen bietet die Zeitung einen motivierenden Schreib– und Leseanlass, der gern genutzt wird. Durch Spiel- und Bastelideen, einfache Rezepte zum Ausprobieren sowie verschiedene Wettbewerbe werden Freizeitaktivitäten und vielfältige Gespräche unter den SchülerInnen angeregt. Das Interesse an der Zeitung ist durch alle Altersstufen hinweg groß. Vor allem Foto- und Bildmaterial bieten Erzählanlässe und regen zum Erinnern bedeutsamer Feste und Ereignisse an.
Auch LehrerInnen und Eltern verfolgen die verschiedenen Ausgaben interessiert und können sich über die Ereignisse an der Schule auf dem Laufenden halten.
5.9 Klassenfahrten
Fast alle Klassen führen einmal im Jahr eine Klassenfahrt durch. Die Fahrten werden von den jeweiligen Klassenteams eigenverantwortlich organisiert, vor- und nachbereitet. Die Dauer einer solchen Fahrt schwankt zwischen 2 und 10 Tagen. Man übernachtet entweder in Jugendhäusern, Jugendherbergen oder Feriendörfern mit Selbstversorgung.
Die Finanzierung wird, wenn notwendig, vom Förderverein unserer Schule unterstützt.
Die jüngsten SchülerInnen bereiten sich auf solche Ferienmaßnahmen durch eine Übungsnacht im Schulgebäude vor. Sie erleben dort mit ihren LehrerInnen einen Ferientag mit Schwimmen, Spielen, Grillen und gemeinsamer Nacht ohne Eltern und Geschwister.
Zusätzlich zu den Klassenfahrten, die auch klassenübergreifend durchgeführt werden, bietet unsere Schule 2 schulübergreifende Fahrten an, und zwar einen
5.10 Therapiemöglichkeiten
An unserer Schule gibt es die Möglichkeiten für unsere Schüler und Schülerinnen
Sprachtherapie, Ergotherapie und Krankengymnastik zu erhalten.
Die Therapeutinnen kommen in die Schule, wo sie in speziellen Räumen die Therapie durchführen. Die Zeiten werden mit den jeweiligen Lehrern abgestimmt.
Abgerechnet wird über eine Verordnung des jeweiligen Arztes mit den Krankenkassen.
5.11 Förderverein
Der Förderverein der Theodor-Andresen-Schule hat sich vor mehr als 30 Jahren gegründet. Er hat ca. 60 Mitglieder, teils Eltern, teils Lehrerinnen und Lehrer. Wenige Mitglieder sind Freunde und Förderer, die ansonsten nichts mit der Schule zu tun haben.
Der Förderverein ist auf Sponsoren angewiesen.
Der Förderverein unterstützt die Arbeit der Schule, ohne den Förderverein könnten viele Aktivitäten der Schule nicht stattfinden.
Hier einige Beispiele
Und, und, und. Die Liste lässt sich noch um ein vielfaches erweitern.
Wenn Sie die Arbeit des Fördervereins unterstützen möchten, hier die Kontonummer:
Stadtsparkasse Düsseldorf
Konto 46 009 981
BLZ 300 501 10